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  • Gefährliche Arbeiten

    Betriebe und Dienststellen haben allen Beschäftigten gegenüber eine allgemeine Fürsorgepflicht – und Jugendliche sind besonders geschützt. Denn unter 18-jährige dürfen laut JArbSchG keine gefährlichen Arbeiten machen – jedenfalls nicht unbeaufsichtigt. Gefährlich heißt: alle Tätigkeiten mit erhöhtem Unfallrisiko und potentieller Gefahr für die Gesundheit. Das ist zum Beispiel in großer Hitze, Kälte und Nässe der Fall. Oder bei Belastung durch Strahlen, Lärm und Chemikalien.

    Eine Ausnahme gibt es allerdings: wenn der Umgang mit Gefahrensituationen oder gefährlichen Materialien zu deiner Ausbildung gehört. Dann musst du diese Arbeiten verrichten – aber nur unter Aufsicht von jemandem, der oder die nachweislich Erfahrung im Umgang mit diesen Gefahrenquellen hat.

  • Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall

    In der Beamtenlaufbahn hast du Anspruch auf Fortzahlung des Gehalts im Krankheitsfall ohne zeitliche Begrenzung. Dieses Recht resultiert aus dem besonderen Fürsorgeprinzip, das die Pflicht des Dienstherrn zur Unterhaltssicherung der Beamtinnen und Beamten einschließt. Allerdings müssen sie irgendwann damit rechnen, dass sie wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden.

  • Gehobener Dienst

    Der gehobene Dienst (kurz gD) ist eine Laufbahngruppe im Beamtenrecht, für die bestimmte Einstellungsvoraussetzungen gelten. In einigen Bundesländern wird synonym dazu vom erstem Einstiegsamt der zweiten Laufbahngruppe oder von Qualifikationsebene 3 gesprochen.

  • Gehorsamspflicht

  • Geld

    Während der Ausbildung bist du vermutlich oft knapp bei Kasse. Einige Tipps, um deine Finanzen etwas aufzubessern, findest du unter Ausbildungsvergütung, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), Rundfunkbeitrag und Wohnung und hier auf www.ausbildung.info.

  • Gesundheitshelfer_in

  • Gewalt

    Körperliche Züchtigung ist verboten und als Körperverletzung strafbar. Ganz egal, ob es sich um einen „Klaps“ handelt oder um Schlimmeres. Auszubildende, Anwärterinnen und Anwärter sind leider auch häufig psychischer Gewalt ausgesetzt, z.B. durch Mobbing oder Bossing.

    Dir wurde körperliche oder psychische Gewalt angetan? Gib sofort dem Betriebs- oder Personalrat und deiner JAV Bescheid oder hol dir Hilfe bei deiner ver.di Jugend vor Ort!

  • Gewerkschaften

    Gewerkschaften sind Organisationen, in denen sich Arbeitnehmer_innen zusammengeschlossen haben, um ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen gegenüber ihren Arbeitgebern zu vertreten. Ein wesentliches Ziel ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Sicherung von angemessenen Einkommen.

    Hierzu schließen die Gewerkschaften Tarifverträge ab, die oftmals durch langwierige Verhandlungen mit Arbeitgeberverbänden und durch Streiks erkämpft werden müssen.
  • Gewerkschaftliche Jugendgremien / Jugendgruppen

    Die Situation von Auszubildenden, Anwärterinnen, Anwärtern und jungen Erwachsenen ist anders als die der übrigen Beschäftigten. Sie haben eigene Bedürfnisse, Interessen, Wünsche und Ideen.

    Deshalb haben sie auch in ver.di eigene Plattformen: Die Jugendgremien gibt es vor Ort, im Betrieb oder in der Dienststelle, aber auch als bundesweit zusammenarbeitende Gruppen. Diese sollen in ver.di die Meinungen und Forderungen der Jugendlichen, Anwärterinnen, Anwärter und Auszubildenden vertreten. Gewählt werden sie auf Jugendkonferenzen und Mitgliederversammlungen.

    Millionen von Mitgliedern, ein flächendeckendes Netzwerk und der Erfahrungsschatz einer der weltweit größten Gewerkschaften machen die ver.di Jugend zu einem der stärksten jungen Interessenverbände. Wo die ver.di Jugend aktiv ist, erfährst du auf http://jugend.verdi.de!

  • Gewerkschaftliche Tradition im Gesundheitswesen

    Als Agnes Karll 1903 den ersten Berufsverband für Krankenpflegerinnen in Deutschland gründete, gab es bereits gewerkschaftlich organisierte Pflegekräfte. Schon im Jahr 1900 wurde das erste Mal eine eigene „Sektion Gesundheitswesen“ in einer Gewerkschaft gebildet. Seit 1901 gab der Verband des Massage-, Bade- und Krankenpflegepersonals eine eigene Zeitung, die „Sanitätswarte“ heraus.

    Waren es zunächst vorwiegend „Wärterinnen“ und „Irrenpfleger“, schlossen sich zunehmend auch Krankenschwestern der Gewerkschaft an. Diese gründeten 1928 die „Schwesternschaft der Reichssektion Gesundheitswesen“ innerhalb der Gewerkschaft der Gemeinde- und Staatsarbeiter.

    Sie formulierten den auch heute noch geltenden, umfassenden Interessenvertretungsanspruch in ihrer Satzung: „Die ‘Schwesternschaft der Reichssektion Gesundheitswesen’ hat den Zweck, die Berufsinteressen der ihr angehörenden Schwestern in jeder Beziehung wahrzunehmen, ihre berufliche Ausbildung und Fortbildung zu fördern und zu erweitern, ihre soziale und wirtschaftliche Lage zu heben und ihnen durch den eigenen gemeinnützigen Stellennachweis geeignete Stellen zu vermitteln.“

    Die gewerkschaftlich organisierten Schwestern, seit 1949 im „Bund freier Schwestern“ in der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) zusammengeschlossen, wuchsen schnell zur größten freien Organisation heran. Im Jahr 1962 zählte der Bund bereits über 10.000 Mitglieder, während der nächst größere Berufsverband der „Agnes Karll-Verband“ (heute: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe ‘DBfK’) 1961 weniger als 9.000 Mitglieder hatte.

    Seither hatten Pflegekräfte ihren festen Platz in der Gewerkschaft ÖTV, wo sie zunächst in den Abteilungen „Bund freier Krankenschwestern und Krankenpfleger“, „Krankenpflege- und Pflegedienst“, seit 1984 in den Abteilungen „Krankenhäuser“, „Einrichtungen der Psychiatrie und Rehabilitation“ und „Allgemeine Gesundheitsversorgung“ und schließlich im Bereich „Gesundheitswesen, Kirchen, Soziale Dienste, Soziale Sicherung“ auch ihre beruflichen und fachlichen Interessen vertreten konnten.

    Die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) wurde 1949 als „Berufsgewerkschaft für Angestellte“ gegründet, die auch die Angestellten im Gesundheitsdienst organisierte.

    Seit dem Übergang von der ÖTV und DAG in die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di werden die besonderen beruflichen und fachlichen Interessen der Gesundheitsberufe im Fachbereich „Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen“ vertreten.
  • Gewerkschaftsmitgliedschaft für Anwärter_innen

    Beamtinnen und Beamte haben nach dem Grundgesetz (Artikel 9, Absatz 3) das gleiche Recht, sich einer Gewerkschaft anzuschließen wie andere Beschäftigte auch. Allerdings ist ihnen das Streikrecht momentan noch verwehrt – aufgrund der herrschenden Auffassung von Verfassungsjurist_innen und Rechtsprechung.

    Auch wenn es derzeit noch keine Tarifverträge für die Beamtenlaufbahn gibt: Wir von ver.di gestalten allgemeine beamtenrechtliche Regelungen maßgeblich mit und lassen dabei die Interessen unserer Mitglieder weitmöglich miteinfließen.

    ver.di will außerdem eine Verfassungsänderung und volle Koalitionsrechte für Beamtinnen und Beamte durchsetzen: weg von der „Gutsherrenart“, bei der Arbeitsbedingungen einseitig durch Parlamente vorgegeben werden, hin zu einem modernen Dienstrecht mit echten Verhandlungsrechten. Mehr Infos auf www.jugend-macht-tarif.info.

  • GEZ

    Abkürzung für Gebühreneinzugszentrale, siehe Rundfunkbeitrag