K wie ...

  • Kindergeld

    Deine Eltern bekommen für dich Kindergeld, wenn du jünger als 25 bist und wahlweise:

    Besonders erfreulich: Seit Januar 2012 ist die bis dahin gültige Einkommensgrenze entfallen. Es ist also egal, was du verdienst – der Kindergeldanspruch bleibt. Nach wie vor gilt der Anspruch auf Kindergeld und Kinderfreibetrag nur bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung, maximal bis zum 25. Lebensjahr.

  • Krankenhausfinanzierung

    siehe DRG

  • Krankenpflegegesetz

    Die Ausbildung zum / zur Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger_in ist durch das Krankenpflegegesetz im Jahr 2003 neu geregelt worden.

    Unter anderem wurden die vorgenannten Berufsbezeichnungen neu eingeführt und unter gesetzlichen Schutz gestellt. Um sie zu führen bedarf es einer Erlaubnis. Die alten Berufsbezeichnungen Krankenschwester/Krankenpfleger und Kinderkrankenschwester/Kinderkrankenpfleger dürfen weiterhin geführt werden.

    Die bis dahin im Krankenpflegegesetz vorgesehene Ausbildung in der Krankenpflegehilfe ist als bundeseinheitliche Ausbildung abgeschafft worden.

    Das Gesetzgebungsverfahren wurde von ver.di intensiv begleitet. Einige der eingebrachten Anregungen finden sich im verabschiedeten Gesetz wieder. Das sind unter anderem:
    - gemeinsame Ausbildungsanteile bei den Pflegeberufen und ihre wechselseitige Anrechnung (wenn du zum Beispiel nach einer Ausbildung in der Altenpflege in die Krankenpflege gehen möchtest)
    - Erhöhung des Ausbildungsumfangs im ambulanten Bereich
    - Verzicht auf Mindestalter beim Zugang
    - akademische Qualifizierung und Übergangsregelungen für Lehrkräfte
    - Vorschrift von Fachkräften für die Praxisanleitung mit berufspädagogischer Qualifikation.

    Weitere Forderungen von ver.di konnten – trotz zeitweilig heftiger Widerstände im Gesundheitsministerium – zumindest zum Teil durchgesetzt werden:
    - Bei der Fehlzeitenregelung konnte erreicht werden, dass Bildungsurlaub künftig ausdrücklich nicht mehr als Fehlzeit gewertet wird.
    - Zudem wird nun im Gesetz darauf hingewiesen, dass Freistellungsansprüche für Jugend- und Auszubildendenvertretungen nach dem Betriebsverfassungsgesetz und den Personalvertretungsgesetzen von der Fehlzeitenregelung unberührt bleiben.

    In allen dualen oder schulischen Berufen endet die Ausbildung mit der Abschlussprüfung – nur nicht in den Heilberufen.

    ver.di konnte erreichen, dass die Ausbildung zumindest dann mit der Abschlussprüfung endet, wenn bis dahin die vorgeschriebenen 4.600 Stunden absolviert sind. Seit 1.7.2008 gilt allerdings wieder die alte Regelung, wonach die Ausbildung mit dem Ablauf der Ausbildungszeit endet.

    Die schon bisher geltende Arbeitsschutzvorschrift, wonach die den Auszubildenden übertragenen Verrichtungen ihren physischen Kräften angemessen sein müssen, konnte nicht nur vollständig erhalten, sondern sogar noch um die Kategorie „psychische Kräfte“ erweitert werden.

    Das neue Krankenpflegegesetz wird damit den zunehmenden psychischen Belastungen auch der Auszubildenden im Pflegebereich besser gerecht.

    Mit der Forderung nach Anpassung der Probezeit an das im Berufsbildungsrecht übliche Maß von einem bis vier Monaten konnte sich ver.di jedoch nicht durchsetzen.

    Vorwand für die längere Probezeit sind die besonderen Organisationsformen der Ausbildung mit Theorie- und Praxisblöcken, von denen mehrere durchlaufen sein sollen, um eine Entscheidung über das Bestehen der Probezeit zu ermöglichen.

    Damit wird jedoch nur der gesetzliche Kündigungsschutz länger ausgehebelt. Denn über die Eignung zum Beruf entscheiden die Ausbildung und die Abschlussprüfung – und nicht das erste Halbjahr.

    Den vollständigen Text des Krankenpflegegesetzes und weiterer Rechtsvorschriften findest du in der Broschüre „Das Recht der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege“. Diese Broschüre kannst du unter www.gesundheit-soziales.verdi.de/berufe/pflegeberufe bestellen.

  • Krankenpflegehelfer_in

    Der bisher bundesweit geregelte Beruf der Krankenpflegehelferin und des Krankenpflegehelfers wird seit Januar 2004 nicht mehr bundeseinheitlich ausgebildet. 
    Es besteht aber die Möglichkeit der landesrechtlichen Regelung. Damit kommt es zu unterschiedlichen Berufsbezeichnungen.
    In Brandenburg etwa wurde die Berufsbezeichnung in Anlehnung an die dreijährige Ausbildung in der Krankenpflege in „Gesundheits- und Krankenpflegehelfer_in“ geändert.
    Die Krankenpflegehelfer_innen werden nach einer nur einjährigen Ausbildung auf den verschiedensten Stationen und in Funktionsbereichen eingesetzt – nicht selten um fehlendes, voll ausgebildetes Personal zu ersetzen. 
    Das heißt in vielen Bereichen leisten sie die gleiche Arbeit wie die in einer dreijährigen Ausbildung examinierten Fachkräfte, ohne dafür voll ausgebildet zu sein. Auch die Bezahlung ist geringer als die des länger ausgebildeten Personals.
  • Krankenversicherung

    Sobald du Ausbildungsvergütung erhältst, bist du nicht länger über deine Eltern versichert, du wirst also mit Ausbildungsbeginn selbst krankenversicherungspflichtig. Am besten schließt du deine Krankenversicherung bereits vor Beginn der Ausbildung, spätestens aber bis zum 14. Tag nach Ausbildungsstart ab. Ansonsten versichert dich dein Betrieb oder die Dienststelle automatisch in derselben Krankenkasse, in der du vorher familienversichert warst.

    Bis dahin kannst du aber frei entscheiden, in welche du möchtest. Hier lohnt der Vergleich, denn bei den Leistungen gibt es durchaus Unterschiede. Ein großes Risiko gehst du bei der Wahl der Krankenkasse aber nicht ein. Die Entscheidung für eine Kasse ist keine Entscheidung fürs Leben. Du kannst nach 18 Monaten die gewählte Krankenkasse unter Einhaltung einer Kündigungsfrist wieder wechseln.

  • Krankmeldung / Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

    Wenn du krank bist und zu Hause bleibst, musst du das in Betrieb oder Dienststelle noch am selben Tag mitteilen. Wenn du länger als drei Tage erkrankst, benötigst du ein ärztliches Attest mit Durchschriften für Betrieb oder Dienststelle und ggf. Krankenkasse.

    Das Attest muss spätestens am vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit im Personalbüro vorliegen. Allerdings kann dein Betrieb oder die Dienststelle auch eine schnellere Vorlage verlangen – unter Umständen ab dem ersten Tag. Die Krankenkasse benötigt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb von sieben Tagen.

    Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der ersten Bescheinigung angegeben, muss ein neues Attest ausgestellt werden, das sich nahtlos an den vorherigen Krankheitszeitraum anschließt.

  • Kündigung

    Dir droht die Kündigung? Wenn deine Probezeit schon vorbei ist, müssen wirklich gewichtige Gründe angeführt werden, damit eine Kündigung wirksam ist – zum Beispiel, dass du etwas gestohlen oder dass du mehrmals unentschuldigt gefehlt hast.

    Wenn eine Kündigung ansteht oder dir bereits gekündigt wurde (nur schriftlich möglich), wende dich sofort an deine JAV, den Betriebs- oder Personalrat – warte damit nicht zu lange, damit du keine Frist verpasst!

    Bei ver.di genießt du übrigens kostenlosen Rechtsschutz – wenn du Mitglied bist. So kannst du ohne Risiko dein Recht, zum Beispiel die Rücknahme der Kündigung, vor Gericht einklagen.

    Wenn umgekehrt du selbst deinen Ausbildungsvertrag kündigen willst, kannst du das mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen tun. Sprich aber auch hier noch mal mit deiner JAV und deinem Betriebs- oder Personalrat.

    Hinweise zur Beamtenlaufbahn: siehe Entlassung