Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

Entsprechende Angebote heißen auch "berufsvorbereitende Maßnahmen", "Qualifizierungsmaßnahmen" oder kurz „BvB“.

Es handelt sich bei ihnen um Stationen zwischen Schule und Ausbildung – eben um eine Form der „Berufsvorbereitung“.

Wenn du selbst Motivation, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit mitbringst, bist du bereits auf gutem Kurs!

BvB sollen dir den Übergang ins Berufsleben erleichtern, indem sie deine Fähigkeiten verbessern und deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder einen Job erhöhen.

Ebenso kannst du über sie einen allgemeinbildenden Schulabschluss nachholen – also den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss oder das Abitur.

Eine BvB liegt allerdings unterhalb einer qualifizierten Berufsausbildung, du erwirbst damit also keinen anerkannten Ausbildungsabschluss!

Weitere Infos über Sinn und Zweck von BvB liefern dir die folgenden Abschnitte und unsere schlaue Box.

  • Ablauf und Dauer

    In der ersten Phase einer Berufsvorbereitung steht eine Analyse deiner Stärken und Schwächen im Vordergrund, anschließend arbeitest du insbesondere an den Schwächen.

    Je nachdem, wo deine Problemfelder liegen, stehen Berufswahl, Bewerbungstraining oder soziales Verhalten (d. h. dein Umgang mit Anderen, deine Art der Kommunikation, dein Verhalten in Konfliktsituationen usw.) im Vordergrund.

    Danach folgen meist Unterrichtsphasen mit theoretischen und allgemeinbildenden Inhalten. Der Unterricht wechselt sich mit Praxiseinsätzen in einem Betrieb ab, wodurch du auch erste Berufserfahrungen sammelst.

    Während einer BvB wirst du von Ausbildungs- und Lehrkräften, Sozialpädagoginnen und -pädagogen begleitet.

    Für einen nachträglichen Schulabschluss beträgt die Regelförderdauer zwölf Monate.

    Andere BvB dauern je nach Maßnahme ebenfalls bis zu einem Jahr und können auf maximal 18 Monate verlängert werden.

    Dein Urlaubsanspruch beträgt zweieinhalb Tage pro Monat.

Beliebte BvB

  • Beratung holen

    Mittlerweile ist die Vielzahl unterschiedlicher Qualifizierungsmaßnahmen leider kaum noch überschaubar. Das liegt daran, dass für BvB sowohl Bund und Länder als auch die Kommunen zuständig sind, welche jeweils eigene Angebote entwickelt haben.

    Am besten besprichst du deine Möglichkeiten mit einer Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit oder mit einer Lehrkraft.

    Seit 2009 gibt es zudem die Berufseinstiegsbegleiter_innen der Bundesagentur für Arbeit. Diese persönlichen Ansprechpartner_innen sollen dich auf deinem Weg in den Beruf begleiten und besonders unterstützen.

    Wenn du dennoch unsicher bist oder dich schlecht beraten fühlst, kann mitunter eine dritte Person helfen.

    Du darfst ggf. jederzeit einen Elternteil oder jemanden außerhalb der Familie zum Beratungsgespräch mitnehmen - auch die ver.di Jugend hilft dir!

  • Berufsschulpflicht

    Viele Schulabgänger_innen haben zwar die allgemeine Schulpflicht, aber nicht die Berufsschulpflicht erfüllt.

    Falls du keinen Ausbildungsplatz hast und noch nicht volljährig bist, kannst du deine Berufsschulpflicht durch Besuch einer BvB erfüllen.

  • Berufswahl

    BvB sollen dir helfen, deine Zeit sinnvoll zu nutzen und dich weiterzubilden – ganz allgemein oder auch spezifisch für ein Berufsfeld.

    Beispielsweise kannst du durch Praktika in verschiedene Arbeitsbereiche schnuppern und so deinen Berufswunsch entwickeln oder konkretisieren.

  • Weitere BvB nach Bundesland

    Neben den drei besonders beliebten BvB gibt es noch eine Menge anderer Qualifizierungsangebote, diese heißen zum Beispiel:

    • Produktionsschule
    • Arbeit und Qualifizierung für noch nicht ausbildungsgeeignete Jugendliche (kurz AQJ)
    • Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (kurz BaE)
    • Berufsausbildungsvorbereitung (kurz BAV)
    • Förderlehrgang (kurz F-Lehrgang)
    • u.v.m.

    Regional und lokal bestehen große Unterschiede. In der schlauen Box findest du eine Überblickstabelle zu deinen berufsvorbereitenden Möglichkeiten je nach Bundesland!