03.11.2017

5 Tipps rund um die Krankmeldung

  • Junge Frau greift sich an den schmerzenden Kopf

Checkliste für Auszubildende, die wegen Krankheit nicht arbeiten können

Der Winter kommt und viele von uns kämpfen schon mit einer Erkältung oder Grippe. Gegen Husten, Schnupfen und Fieber helfen vor allem viel Schlaf und eine Auszeit in den eigenen vier Wänden. Wenn du krank bist, legst du dich also am besten ins Bett! Dazu hier fünf Tipps, damit bei deiner Krankmeldung alles glatt läuft. 

Um dich in Ruhe und ohne negative Folgen auskurieren zu können, solltest du bei der Krankmeldung ein paar Dinge beachten. Sonst drohen womöglich neben schmerzenden Gliedern auch eine gekürzte Vergütung, eine Abmahnung oder in schweren Fällen sogar eine fristlose Kündigung.

Tipp 1: Sofort Bescheid sagen
Gib am ersten Tag deiner Fehlzeit sofort deinem Ausbilder oder deiner Ausbilderin Bescheid – und zwar noch vor Beginn deiner Schicht, am besten per Telefon. Du musst nicht sagen, was dir genau fehlt, aber auf jeden Fall angeben, wie lange du voraussichtlich fehlen wirst. Nur so können sich alle auf deine Abwesenheit einstellen. 

Du musst dich auch dann krankmelden, wenn du von Betrieb oder Dienststelle am Tag deiner Krankheit für die Berufsschule oder eine andere Ausbildungsmaßnahme freigestellt bist – dann braucht auch deine Berufsschule bzw. Ausbildungsmaßnahme eine entsprechende Info von dir. Es reicht hier auch eine schriftliche Entschuldigung.

Tipp 2: Attest vorlegen
Dein Arbeitgeber kann bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest von dir verlangen, falls das mit deinem Ausbilder oder deiner Ausbilderin so vereinbart ist. Ansonsten verlangt das Gesetz (§5 EntgFG), dass spätestens ab drei Kalendertagen Krankheit am darauffolgenden Arbeitstag ein Attest beim Arbeitgeber vorliegen muss.

Ein Attest kann in der Regel nicht rückwirkend ausgestellt werden. Du solltest also lieber frühzeitig eine ärztliche Praxis aufsuchen. Wenn du am dritten Tag wirklich "ausgeknockt" bist und es nicht mal mehr bis zur Arztpraxis schaffst, hast du kein Attest und kriegst ein Problem... Falls du nach Ablauf deines Attests immer noch krank bist, brauchst du außerdem ein Folgeattest.

Tipp 3: Arzttermine
Nicht wirklich eilige ärztliche Termine vereinbarst du am besten immer in deiner Freizeit. Nach § 616 BGB haben Beschäftigte aber auch das Recht, diesen Termin in ihre Arbeitszeit zu legen, wenn er tatsächlich dringend notwendig ist. Das gilt somit auch für dich während deiner Ausbildung.

Und manchmal ist ein Arzttermin dringend notwendig – zum Beispiel bei akuten Schmerzen. In einem solchen Notfall musst du dich in der Personalabteilung und am besten auch bei deinem Ausbilder oder deiner Ausbilderin abmelden. Zum Arztbesuch solltest du im Anschluss auch eine Bescheinigung vorlegen.

Es ist nicht dringend, aber du musst trotzdem in eine ärztliche Praxis? Du bist verpflichtet, nicht unnötig lange am Ausbildungsplatz zu fehlen. Wähle also am besten einen frühen oder späten Termin. Manchmal gibt allerdings die Praxis einen bestimmten Termin vor, dann sind zunächst die tariflichen Regelungen ausschlaggebend.

Tipp 4: Vergütung während Krankheit oder Arzttermin
Krankmeldung erledigt und Attest abgegeben? Jetzt kannst du dich erst mal in Ruhe erholen. Auf deine Vergütung hast du per Gesetz weiterhin Anspruch bis zur sechsten Woche deiner Krankheit. Wenn du länger ausfällst, gibt es bis zu 78 Wochen lang Krankengeld von der Krankenkasse.

Du bist nicht krankgemeldet, musst aber trotzdem in die Arztpraxis?

  • Unter Umständen kann dein Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Besuche beim Arzt oder bei der Ärztin während der Arbeitszeit weiterhin bestehen, sofern der Besuch zur festgelegten Zeit "medizinisch unvermeidbar" ist (vgl. Landesarbeitsgericht Halle/Saale vom 23.06.2010 – 5 Sa 340/09). Das gilt zum Beispiel auch für eine Blutabnahme am Morgen, zu der du in nüchternem Zustand erscheinen musst.
  • Allerdings ist es auch möglich, dass du für die Zeit während deines Arztbesuchs nicht bezahlt wirst. Zu den geltenden Regelungen in deinem Betrieb wissen am besten deine Jugend- und Auszubildendenvertretung, dein Betriebs- oder Personalrat Bescheid.
  • Für eine betriebliche Gleitzeitregelung gelten besondere Vereinbarungen: Wenn keine ausdrücklich andere Regelung besteht, können Beschäftigte für einen ärztlichen Termin in der Gleitzeit keine Zeitgutschrift verlangen (vgl. Landesarbeitsgericht Hamm vom 11.12.2001 - 11 Sa 247/11 -, LAG-Report 2002, 134).

Tipp 5: Schnell gesund werden
Das sagt sich so leicht… Gesetzlich bist du sogar dazu verpflichtet, möglichst schnell wieder gesund zu werden! Klingt komisch, ist aber so. Dazu gehört vor allem, dass du dich an alle ärztlichen Anweisungen hältst und dich schonst.

Es kann allerdings auch bedeuten, dass du mit gebrochenem Arm zwar arbeitsunfähig bist, aber trotzdem ins Kino gehen darfst! Entscheidend ist, dass du nichts unternimmst, was deine Genesung in die Länge ziehen oder deine Krankheit noch verschlimmern könnte. 

Falls du noch Fragen zur Krankmeldung hast, hilft dir gerne deine ver.di Jugend.

Und in jedem Fall: Gute Besserung!

19.10.2017

Zum Jugendarbeitsschutz-Gesetz

  • Junge Frau schaut kritisch auf ihre Uhr

Das Wichtigste auf einen Blick

Für erwerbstätige Jugendliche gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz, kurz JArbSchG. Doch es gibt immer wieder Angriffe auf diese Regelungen – seitens der Arbeitgeber und der Politik. Interessenvertretungen sind deshalb besonders gefragt, auf die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen zum Jugendarbeitsschutz zu achten.

1960 verabschiedete der Bundestag zum ersten Mal ein umfassendes Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Arbeit. Doch Anfang der 80er forderten Arbeitgeber die Rücknahme des Gesetzes: Es sei ein „Ausbildungsverhinderungsgesetz“. Die Kohl-Regierung weichte daraufhin die Schutzbestimmungen auf.

Seither gab es immer wieder Änderungen – oft zum Nachteil der Jugendlichen. Ein starker Jugendarbeitsschutz gewinnt jedoch immer stärker an Bedeutung. Schließlich müssen die jungen Beschäftigten von heute bis ins hohe Alter gesund bleiben, da das Renteneintrittsalter bereits auf 67 Jahre gestiegen ist, weitere Anhebungen werden immer wieder diskutiert.

Die Schutzbestimmungen müssen deshalb unbedingt verteidigt werden. Hier sind Interessenvertretungen gemeinsam mit der ver.di Jugend gefragt, für die Rechte junger Menschen zu kämpfen – denn es geht um deren Unversehrtheit!

Das JArbSchG ist sehr umfassend und es ist ratsam, zumindest die wichtigsten Bestimmungen zu kennen. Das Gesetz regelt unter anderem:

  • Arbeitszeit und Freizeit
  • Schutzvorschriften bei besonders gefährlichen Arbeiten
  • Pflichten des Arbeitgebers

Hier ein Überblick zu seinen wichtigsten Inhalten und Paragraphen.

Für wen gilt das Gesetz?
Grundsätzlich hat die Jugend- und Auszubildendenvertretung bei allen Beschäftigten auf die Einhaltung des JArbSchG zu achten, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben – egal, ob Auszubildende oder andere Beschäftigte, z. B. Pauschalkräfte oder "FerienjobberInnen" (siehe § 5 JArbSchG).

Das Gesetz gilt zwar nur für Jugendliche unter 18 Jahren, dennoch sollte es Ziel sein, auch Auszubildende ab 18 Jahren in die Schutzbestimmungen einzubeziehen. In einer Betriebsvereinbarung würde dann z. B. ein Satz wie dieser stehen: "Für alle Auszubildenden gelten die Bestimmungen des JArbSchG, der § 9 zum Aspekt 'Freistellung für die Berufsschule' gilt in der alten Fassung weiter." Interessenvertretungen können sich dafür stark machen.

Berufsschule
Damit Auszubildende den theoretischen Unterricht bewältigen können, muss der Arbeitgeber ihnen während der Berufsschulzeit frei geben (siehe § 9 JArbSchG, Absatz 1). Die theoretische Ausbildung sollte natürlich nicht auf Kosten der Jugendlichen gehen.

Deshalb steht in § 9 JarbSchG, Absatz 3: "Ein Entgeltausfall darf durch den Besuch der Berufsschule nicht eintreten." Die Regelung, dass Auszubildende nicht zur praktischen Ausbildung herangezogen werden dürfen, falls ihr Unterricht vor 9 Uhr beginnt, gilt auch für noch berufsschulpflichtige Personen über 18 Jahre.

Arbeitszeit
Auch junge Menschen dürfen nicht unter einem übergroßen Arbeitspensum leiden. Daher regelt § 8 im JArbSchG die Dauer der Arbeitszeit. Demnach dürfen Jugendliche nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.

Für verlängerte Wochenenden oder so genannte "Brückentage" gilt: Wird in Verbindung mit Feiertagen an Werktagen nicht gearbeitet, damit die Beschäftigten eine längere zusammenhängende Freizeit haben, so darf die ausfallende Arbeitszeit auf andere Werktage verteilt werden.

Gestattet ist eine solche Umverteilung allerdings nur auf die Werktage von fünf zusammenhängenden Wochen, die direkt vor oder nach den Ausfalltagen liegen. Dabei darf die Wochenarbeitszeit im Durchschnitt dieser fünf Wochen 40 Stunden nicht überschreiten, die tägliche Arbeitszeit darf maximal achteinhalb Stunden betragen.

Wird an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit auf weniger als acht Stunden verkürzt, dürfen Jugendliche an den übrigen Werktagen derselben Woche achteinhalb Stunden beschäftigt werden.

Pausen müssen ab einer Arbeitszeit von viereinhalb Stunden für mindestens 30 Minuten gewährt werden. Wird über sechs Stunden gearbeitet, sind mindestens 60 Minuten Pausen erforderlich. Als Pause gelten nur Arbeitsunterbrechungen von mindestens 30 Minuten. Dies regelt der § 11 des JArbschG.

Sonn- und Feiertage
Weihnachten gehören Jugendliche ihren Familien. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt. Nach § 8 des JArbSchG dürfen somit Jugendliche am 24. und 31. Dezember nach 14 Uhr und an gesetzlichen Feiertagen nicht beschäftigt werden. Für den 25. Dezember, den 1. Januar, den 1. Osterfeiertag und den 1. Mai besteht sogar ein absolutes Beschäftigungsverbot für Jugendliche.

An anderen gesetzlichen Feiertagen sowie Sonntagen ist die Beschäftigung Jugendlicher nur zulässig:

  • in Krankenanstalten sowie in Alten-, Pflege- und Kinderheimen
  • in der Landwirtschaft und Tierhaltung mit Arbeiten, die auch an Sonn- und Feiertagen naturnotwendig vorgenommen werden müssen
  • im Familienhaushalt, wenn der Jugendliche in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen wurde
  • im Schaustellergewerbe
  • bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen und anderen Aufführungen sowie bei Direktsendungen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen)
  • beim Sport
  • im ärztlichen Notdienst
  • im Gaststättengewerbe

Sonntagsarbeit darf nicht zur Regel werden. Deshalb steht im JArbSchG ausdrücklich: Jeder zweite Sonntag soll, mindestens zwei Sonntage im Monat müssen beschäftigungsfrei bleiben (siehe § 17, Absatz 2).

Nachtarbeit
Um die gesunde Entwicklung von Jugendlichen zu schützen, gilt laut § 14 ein allgemeines Verbot der Nachtarbeit. Hierbei gibt es einige Ausnahmen, da in einigen Betrieben ein erheblicher Teil der Arbeiten in den frühen Morgenstunden oder den späten Abendstunden anfällt – beispielsweise im Gesundheitswesen.

Aufgaben der JAVen
Jugend- und Auszubildendenvertretungen haben in erster Linie die Einhaltung der geltenden Schutzbestimmungen zu überwachen. Und bei Verstößen gegen das Gesetz entsprechend zu reagieren.

Für diese Arbeit im Betrieb oder in der Dienststelle vor Ort ist das "Jugendarbeitsschutzgesetz für JAVen" ein gutes Werkzeug. Die Arbeitshilfe bietet einen umfassenden Einblick in das JArbSchG.

Weiterführende Links

05.10.2017

8 Tipps zum Studium

  • Studierende auf dem Campus

Was ihr zum Start ins Wintersemester 2017/18 beachten müsst

Studium. Bäm. Ab jetzt geht es los. Das Wintersemester 2017/18 hat in den meisten Unis und Fachhochschulen am 1. Oktober begonnen. Für viele ist jetzt erst einmal alles ziemlich neu und unübersichtlich. Damit der Einstieg ins Studium so geschmeidig wie möglich abläuft, haben wir euch hier die wichtigsten Dinge aufgelistet.

1.    Einstiegsveranstaltung besuchen
Für alle „Frischlinge“ gibt es zum Studienbeginn meistens „Erstsemester-Info-Abende“ oder ähnliche Begrüßungsveranstaltungen, die zum Beispiel per Aushang in deinem Fachbereich angekündigt werden. Hier bekommst du nicht nur die wichtigsten Infos ganz speziell für deinen Studiengang, es ist auch meist eine perfekte Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen.

2.    Stundenplan zusammenstellen
In manchen Bachelorstudiengängen ist der Stundenplan bereits relativ klar vorgegeben. In allen anderen Studiengängen ist viel Eigenmotivation und Selbstständigkeit gefragt. Hier musst du dir zu Beginn jedes Semesters deinen Stundenplan selbst zusammenstellen. Dazu wählst du aus dem Vorlesungsverzeichnis die Veranstaltungen aus, die du laut deiner Studienordnung benötigst und die dich interessieren. Hilfe findest du bei älteren Semestern, deiner Fachschaft oder in einem Tutorium.

3.    Prüfungsordnung verstehen
Das ist oft leichter gesagt, als getan. Aber entscheidend in deinem Studium ist und bleibt die Prüfungsordnung für deinen Studiengang an deinem Institut. Da steht drin, welche Seminare, Vorlesungen und sonstigen Leistungen du bis wann abgeschlossen haben musst. Und wie oft und wie lange du Prüfungen wiederholen kannst. Beratung dazu bekommst du von der Studienberatung deiner Uni oder speziell an deinem Institut oder von deiner Fachschaft.

4.    Ausweise und Zugänge besorgen
Für verschiedene Einrichtungen benötigst du Benutzerausweise oder Zugangsdaten. So zum Beispiel für die Uni-Bibliothek, euer Labor oder das Intranet. Welche das in deinem Fall sind und wo du sie beantragen kannst, erfährst du in der Regel bei deiner Fachschaft oder der Studienberatung in deinem Institut.

5.    Uni-Bibliothek auschecken
Du wirst in deinem Studium viel mit Fachliteratur zu tun haben, die nur bedingt im Netz zu finden ist. Du kommst daher um die gut sortierte ganz analoge Bibliothek nicht herum. Wie du dort das findest, was du suchst und wie die Ausleihe funktioniert, erfährst du am besten bei einer Führung. Zum Semesterbeginn gibt es meist mehrere solcher Bibliotheksführungen.

6.    Fachschaft kennenlernen
Die Fachschaft ist die Interessenvertretung der Studierenden an deinem Institut. Hier findest du Beratung durch ältere Studierende, neue Kontakte und Möglichkeiten, dich für Studierende zu engagieren. Mehr zur Interessenvertretung im Studium


7.    Kontakte knüpfen
Wie im späteren Arbeitsleben geht vieles auch an der Uni besser, wenn du gut vernetzt bist. Nutze daher vor allem die Angebote für Erstsemester wie Tutorien oder Lerngruppen oder gründe selber welche. Auch in der Fachschaft findest du meist gute Kontakte für deinen Studiengang.

8.    Finanzen aufbessern
Deine grundlegende Finanzierung solltest du jetzt bereits geklärt haben. Aber eventuell ist doch ein Nebenjob nötig. Beim Studentenwerk gibt es oft eine Jobbörse speziell für Studierende. Das Studentenwerk berät dich auch in Sachen BAföG, Studentenwohnheime und Mensa. Mehr Infos zum Studium 

Viel Spaß und vor allem viel Erfolg bei deinem neuen Lebensabschnitt wünscht dir deine ver.di Jugend!

29.09.2017

Probleme in der Probezeit

  • Junger Mann im Anzug lehnt sich erschöpft an eine Wand

Was hilft bei einem schwierigen Ausbildungsstart?

Die aufregenden ersten Tage der Ausbildung sind vorbei und so langsam stellt sich Routine ein. Doch leider nicht für alle. Der Ausbildungsstart kann sich aus vielen Gründen zum Albtraum entwickeln. Unser Ratgeber hilft weiter.

Die Chefin ist eine Tyrannin, die Noten in der Berufsschule sind eher schlecht als recht oder der lang ersehnte Traumberuf entpuppt sich als falsche Wahl – es gibt viele Gründe, warum sich der Ausbildungsbeginn eher als Fehlstart anfühlen kann.

Nichtsdestotrotz: Selbst für das größte Problem gibt es immer eine Lösung! Wichtig ist nur, nicht zu lange zu warten. Zu allen Herausforderungen deiner Ausbildung bekommst du außerdem Unterstützung von der ver.di Jugend als professionelle Interessenvertretung.

Was bedeutet noch mal die Probezeit?
Die erste Phase deiner Ausbildung ist die so genannte Probezeit. Grundsätzlich dient sie zum gegenseitigen Kennenlernen und dauert in der Regel vier Wochen bis vier Monate. In einer Pflegeausbildung ist auch eine Dauer von maximal sechs Monaten möglich.

Während der Probezeit können sowohl du als auch dein Betrieb von heute auf morgen und ohne Begründung das Ausbildungsverhältnis beenden. Eine Kündigung muss allerdings immer schriftlich erfolgen.

Schwierige Vorgesetzte
Dein Verhältnis zur Ausbilderin oder zum Ausbilder ist kompliziert? Vorgesetze sind auch nur Menschen – das entschuldigt allerdings keinen schlechten Umgang mit den Angestellten! Bei Problemen dieser Art hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder ein direktes Gespräch oder einen fließenden Ausbildungsplatzwechsel.

Kritik an Vorgesetzten zu üben, kostet Überwindung und ist ein mutiger Schritt. Wenn du dich dazu entscheidest, solltest du im Gespräch sehr konkret Stellung beziehen und dabei sachlich, diplomatisch und selbstkritisch argumentieren. So verschaffst du dir Respekt!

Bei großen Differenzen solltest du ein solches Gespräch besser nicht alleine führen. Nimm eine Vertrauensperson mit und protokolliere genau, was gesagt und beschlossen wurde.

Schlechte Noten
Manchmal läuft im Betrieb alles rund, aber in der Berufsschule drückt der Schuh. Bei schlechten Noten, Prüfungsangst oder Lernschwächen kann der Ausbildungsstart misslingen. All das bekommst du aber in den Griff – denn gegen Motivationsschwierigkeiten oder Lernblockaden gibt es ein paar simple Tricks.

Auch Vertrauenspersonen können dir zuhören und helfen – zum Beispiel Eltern, Lehrkräfte, Leute aus deinem Betrieb oder deine Interessenvertretung. Manchmal reicht schon etwas Nachhilfeunterricht in einem bestimmten Fach.

Ausbildungswechsel oder –abbruch
Jedes Jahr werden 20 Prozent aller Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst – wirf in diesem Fall nicht gleich das Handtuch! Manches Anfangsproblem löst sich nach einiger Zeit von alleine oder durch ein klärendes Gespräch mit deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder.

Wenn nicht, kannst du nur deinen aktuellen Betrieb „an den Nagel hängen“, statt gleich die ganze Ausbildung. Vielleicht hast du lediglich den falschen Beruf erwischt – dann ist der Wechsel in eine passendere Ausbildung auf jeden Fall möglich!

Auf unserem Portal rund um die Ausbildung findest du weitere Hilfestellungen, beispielsweise bei Mobbing, schlechter Ausbildungsvergütung oder Überstunden. Zusätzlich haben wir dir FAQs zum Ausbildungsstart zusammengestellt – surf am besten gleich mal vorbei!

19.09.2017

Auf die Plätze – fertig – los!

  • Shirt mit der Aufschrift JETZT GEHTS LOS

Wichtige Infos zum Ausbildungsstart

Es ist wieder soweit: Mit der Ausbildung beginnt für viele auch ein neuer Lebensabschnitt! Klar, dass da ein paar Fragen auftauchen. Deshalb hat die ver.di Jugend als Interessenvertretung für junge Menschen hier die besten Tipps rund ums Thema Ausbildungsstart zusammengestellt. Jetzt kann’s losgehen!

Wir von der ver.di Jugend gratulieren erst mal zum Ausbildungsbeginn und wünschen euch allen einen guten Start in diese Lebensphase – eine neue, spannende und manchmal auch anstrengende Zeit! Gut zu wissen, dass es Unterstützung gibt: Als Gewerkschaftsjugend von ver.di haben wir das richtige Fachwissen rund um Ausbildung und Berufseinstieg.

In den ersten Tagen lernen die neuen Auszubildenden im besten Fall auch gleich ihre Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) kennen. Die JAV sorgt dafür, dass die Auszubildenden im Betrieb mitreden können – z. B. bei Fragen zum Ausbildungsablauf oder zur Festlegung des Urlaubs. Als Ansprechpartnerin nimmt sich die JAV der Probleme der Auszubildenden an, beispielsweise auch über spezielle Veranstaltungen (z. B. den sogenannten Jugend- und Auszubildendenversammlungen).

Fragen? Herausforderungen? Die ver.di Jugend ist am Start!
Manchmal kann es stressig werden: Prüfungen im Nacken, Ärger mit den Vorgesetzten oder vielleicht der Wunsch, die Ausbildung zu wechseln. Egal, wo in der Ausbildung der Schuh drückt: Von der ver.di Jugend gibt es Hilfe und nützliche Tipps. Zum Beispiel auf unserem Ausbildungsportal ausbildung.info. Die Website bietet viele passende Antworten und Lösungen für den Ausbildungsalltag.

In den meisten Betrieben und Unternehmen gibt es auch einen Betriebsrat bzw. in Dienststellen den sogenannten Personalrat. Vielleicht auch eine außerbetriebliche Interessenvertretung. Auch diese Gremien kümmern sich um die Probleme aller Beschäftigten und Auszubildenden. Hilfe ist also nie weit entfernt.

Tipps für eine entspannte Ausbildung
In den ersten Tagen eurer Ausbildung überrollt euch eine wahre Informationsflut. Außerdem lernt ihr die neuen Kolleginnen und Kollegen kennen und natürlich auch euren Arbeitsplatz der nächsten Jahre. Das kann alles ganz schön aufregend sein. Doch keine Sorge! Niemand erwartet, dass ihr alles sofort auf dem Schirm habt. Ein einfacher Tipp hilft da schon weiter: Wichtige Infos sofort mitschreiben, dadurch lassen sie sich nicht nur besser merken, sondern ihr könnt euch die einzelnen Fakten und Themen auch noch mal in Ruhe anschauen.

Außerdem solltet ihr ein paar wichtige Aspekte unbedingt beachten. Anhand der folgenden Liste könnt ihr ganz einfach gegenchecken, ob alles erledigt ist.

Ausbildungsqualität – von Anfang an ist wesentlich, dass Auszubildende in ihrer Ausbildung die richtigen Qualifikationen erlernen und zwar zu fairen Bedingungen.

Finanzen – damit die wohlverdiente Ausbildungsvergütung auch ankommt.

  • Ist eine elektronische Lohnsteuerkarte vorhanden?
  • Ist ein Sozialversicherungsausweis vorhanden?
  • Ist ein Girokonto eingerichtet und wurde dem Arbeitgeber die Bankverbindung mitgeteilt?
  • Besteht vielleicht Anspruch auf finanzielle Unterstützungen, konkret auf Berufsausbildungsbeihilfe oder Wohngeld?

Versicherungen – alte wechseln oder neue abschließen?

  • Krankenversicherung: Lohnt sich ein Versicherungswechsel?
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Macht es Sinn, eine abzuschließen?
  • Haftpflichtversicherung: Ist sie vielleicht schon über die Eltern vorhanden?

Fahrtweg – wo geht es überhaupt hin?

  • Welches Verkehrsmittel fährt am schnellsten zum Ausbildungsbetrieb?
  • Wie genau verläuft die Strecke, wo muss ich umsteigen o. ä.?
  • Lieber ein paar Minuten mehr einplanen und im Zweifel vorher den Weg abfahren!

Umgangston – Frechheit siegt… nicht immer!

  • Am Anfang erst mal die Kolleg_innen beobachten und auf versteckte Hierarchien achten!
  • Die sicherste Variante ist ein freundliches, offenes, aber auch zurückhaltendes Verhalten.

Kleidung – best dressed for the moment!

  • Gab es evtl. schon während der Bewerbungsphase oder im Vorstellungsgespräch Hinweise auf eine Kleiderordnung?
  • Im Zweifelsfall lieber erst mal „overdressed“ auftauchen und am zweiten Tag ggf. nachkorrigieren.

Und bei allem Trubel immer dran denken: Bei der JAV oder der ver.di Jugend gibt es immer kompetente Ansprechpartner_innen für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung.

Auf ausbildung.info gibt es weitere nützliche Tipps zum Ausbildungsstart!

Schnelle Antworten rund um das Thema Ausbildung liefert außerdem unser umfassendes Glossar für Auszubildende – jetzt auch als App „Ausbildung von A bis Z“ für dein Smartphone:

Wir wünschen euch einen gelungen Start, viel Spaß und eine erfolgreiche Ausbildung!

22.06.2017

Euer Urlaub ist Gesetz

  • Sommer, Sonne, ver.di Jugend

Es ist vielleicht das schönste Recht der Welt - das Recht auf Erholungsurlaub. Aber wer bestimmt, wann Urlaub ist? Und wie lange? Und was, wenn die Kollegen und Kolleginnen euch immer die besten Ferientermine wegschnappen? Damit dein Urlaub nicht in Stress ausartet, haben wir die wichtigsten Regelungen zusammengestellt. Übrigens, wir arbeiten daran, dass dein Urlaubsrecht noch besser gewahrt wird – damit du nicht nur entscheiden kannst, wohin es geht.    

Wie lange habe ich eigentlich Urlaub?

Die Mindeststandards von Urlaubslänge,  -zeitpunkt und -entgelt regelt für Jugendliche das  Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG). Wenn du einen Ausbildungsvertrag mit Tarifbindung hast, gilt die dort festgehaltene, meist bessere Regelung.

24 Werktage sind die gesetzliche Mindestdauer an Urlaubstagen. Der Anspruch staffelt sich dabei – gegenläufig zum körperlichen Verfall - nach dem Alter: Unter 16-Jährige haben einen Jahresurlaubsanspruch von 30 Werktagen. Wer unter 17 Jahre alt ist, bekommt 27 Werktage Urlaub. Alle unter 18-Jährigen haben nur noch Anspruch auf 25 Werktage Urlaub. Werktage gelten dabei von Montag bis Samstag (§ 19 JArbSchG).

Hier ein Bsp. aus einem Tarifvertrag einfügen, zB TVöD.

Weil man einige Zeit Urlaub braucht, um überhaupt „runter“ zu kommen, solltest du deinen Urlaub grundsätzlich möglichst zusammenhängend nehmen. Das empfiehlt auch das Bundesurlaubsgesetz (§ 7 Abs. 2 BurlG). Dein Chef kann dir jedoch dabei in die Quere kommen, wenn betriebliche oder in deiner Person liegende Gründe dagegen sprechen.
Und ja, Regenerationszeit ist Arbeitszeit: Dein Urlaub wird also auf deine Ausbildungszeit angerechnet.

Ich habe meine Ausbildung gerade erst angefangen – was nun?

Du hast trotzdem ein Recht auf Urlaub. Für jeden vollen Monat deiner Ausbildung bekommst du nach Gesetz insgesamt 1/12 deines Jahresurlaubs angerechnet (§ 5 BurlG). Dabei wird ab halben Tagen auf volle Urlaubstage aufgerundet. Auch in der Probezeit. Zum Beispiel: 28 Urlaubstage pro Jahr geteilt durch 12 = 2,33 Urlaubstage pro Monat.

Das Zwischenergebnis (bitte noch nicht aufrunden!) multiplizierst du mit deiner Beschäftigungszeit im laufenden Jahr: Beispiel: 01.02.2017 bis 31.6.2017 = fünf Monate
Daraus ergibt sich dein Urlaubsanspruch im laufenden Jahr (ab mindestens einem halben Tag rundet man auf volle Urlaubstage auf): Beispiel: 2,333 Urlaubstage pro Monat mal fünf Monate = 11,66 = 12 Urlaubstage in 2017.

Das Gesetz besagt jedoch auch, dass du erst nach sechs Monaten deines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf vollen Urlaub hast. Du kannst ihn also erst ab dem siebten Monat beantragen. „Urlaub im Voraus“ gibt es leider nicht (§ 4 BurlG)

Gehen mir durch gesetzliche Feiertage Urlaubstage verloren?
Liegen innerhalb deines Urlaubs gesetzliche Feiertage, werden diese nicht auf den Urlaubsanspruch angerechnet. Du solltest dabei aber beachten, dass Feiertage regional geregelt sind. Je nachdem, wo du arbeitest, hast du also ohnehin frei oder nicht.

Wie kann ich die Urlaubsplanung mitbestimmen?
Viele Betriebe und Dienststellen stimmen jetzt schon die Urlaubsplanung für das nächste Jahr ab. Das ist notwendig, damit es eine echte Chance gibt, die Wünsche von allen zu vereinbaren. In der Regel gilt: Wer zuerst kommt, hat die größte Wahlfreiheit.

Um Streit und Unzufriedenheit zu verhindern, gibt es in manchen Betrieben vom Betriebs-, bzw. Personalrat festgelegte Grundsätze für die Urlaubsplanung. Beschäftigte mit Kindern dürfen ihren Urlaub gesetzlich verankert ohnehin bevorzugt in der Zeit der Schulferien nehmen. Auch wenn sie ihn erst nach dir eingereicht haben.

Achtung: Du kannst deinen Urlaub nur mit wichtigem Grund ins nächste Jahr übertragen. Diesen musst du dann bis zum 31. März des Folgejahres „aufbrauchen“. Steht in deinem Ausbildungsvertrag eine günstigere tarifliche Regelung, so gilt diese. Beantragen musst du deinen Urlaub aber dennoch. Sonst verfällt er ersatzlos. Sicher dich also auf jeden Fall vorher durch Rücksprache ab.

Wie reiche ich meinen Urlaub ein?

Am besten schriftlich. Dein Antrag auf Erholungsurlaub muss grundsätzlich genehmigt werden. Er kann nur wegen betrieblicher,  in deiner Person liegende  oder aus sozialen Gründen abgelehnt werden, wie etwa dem Vorrang von Eltern in der Wahl der Urlaubszeit.

Bekommst du nicht innerhalb eines Monats eine Antwort, darfst du - zumindest rein rechtlich - deinen Urlaub antreten. Frag aber besser nach. Kommt es doch zum Streit, hilft dir deine JAV weiter. Du kannst deinen Anspruch sogar gerichtlich einfordern.

Wurde dein Urlaub bewilligt, kann dein Arbeitgeber ihn nicht mehr kurzfristig zurückziehen. Für dich gilt das aber auch. Deshalb ein Tipp: Heb den Antrag und die Genehmigung auf.  
Da habe ich endlich Urlaub und dann werde ich krank.
Das passiert, mach dir keine Sorgen. Wenn du ein ärztliches Attest vorlegst, bleibt dein Urlaubsanspruch bestehen. Du kannst allerdings die entsprechenden Tage nicht einfach hinten anhängen. Sprich die neuen Urlaubsdaten mit deinem Arbeitgeber ab.

Ich bin so gut drauf, ich brauch gar keinen Urlaub! 
Auch wenn du damit bei einigen vielleicht punkten könntest. Es ist verboten, auf den Urlaub zu verzichten. Du brauchst Regenerationszeit. Kein Arbeits- oder Tarifvertrag kann diesen Anspruch ausschließen, zum Glück!  

Dein Urlaub kann daher übrigens auch nicht mit Geld ausgeglichen werden. All das würde deiner Erholung im Wege stehen!

Widerruf des Urlaubs - Holen aus dem Frei

Stehen Auftragsspitzen ins Haus oder gibt es Personalengpässe, sind Arbeitgeber schnell versucht, einen bereits genehmigten Urlaub zu widerrufen. Auch das ist nicht erlaubt. Lass dich also nicht darauf ein! 

Du darfst auch nicht aus dem Urlaub zurück in den Betrieb geholt werden. Dein Urlaub – Dein  Gesetz! Lass dich im Fall der Fälle von deiner JAV oder deiner ver.di Jugend beraten, was zu tun ist.

Ich will Meer und mehr wissen – geht das?

Ja. Du kannst auch Urlaub für deine persönliche Entwicklung in Anspruch nehmen,  zum Beispiel für eine Weiterbildung oder für politische Bildung. Dafür bekommst du sogra extra Tage Urlaub obendrauf! In immerhin vierzehn Bundesländern haben Beschäftigte und Auszubildenden sowie Anwärter_innen Anspruch auf diese Art von Bildungsurlaub. In der Regel sind dafür fünf Arbeitstage pro Jahr vorgesehen. Was für dich gilt, kannst du hier einsehen.

Urlaub in der Krankenpflege – Mein Urlaub. Mein Plan.

Die Urlaubsbedingungen für Azubis in der Pflege sind häufig besonders angespannt. Versucht dein Ausbildungsträger dir deinen Urlaub einfach vorzugeben, um einen möglichst reibungslosen Arbeitsablauf zu garantieren? Wenn dein Chef oder deine Chefin dabei mit Personalengpässen argumentiert, ist er im Unrecht. Als Auszubildende_r bist du kein_e Lückenbüßer_in. Eine Vorgabe der Urlaubszeit ist verboten. Wir von ver.di arbeiten daran, dass sich Arbeitgeber daran halten. Wende dich im Zweifel an deine JAV oder an deine ver.di Jugend vor Ort. 

Nimmst du deinen Urlaub während kürzerer Praxiseinsätze, solltest du darauf achten, dass kein Einsatzgebiet, das von der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vorgeschrieben ist, ganz ausfällt. Sollte dies doch passieren, musst du dich darum kümmern, dass du es nachholen kannst.

Gleicher Urlaubsanspruch für alle in der Pflege!
Für Auszubildende im Geltungsbereich des TVAöD BT-Pflege gibt es keinen nach Alter gestaffelten Urlaubsanspruch. Alle haben Anspruch auf 27 freie Ausbildungstage, bezogen auf die Fünf-Tage-Woche.

Wir machen uns stark für euren frei planbaren Urlaub! 
Deine JAV und ver.di wollen verbindliche Regelungen, damit du deinen Urlaub nehmen kannst, wann du willst. Unterstütz uns dabei. Sprich uns an!



08.06.2017

Ausbildung oder Studium PLUS jobben?

  • Lernen, lernen, lernen: Wie klappt da noch ein Nebenjob?

Na, gehört ihr etwa zu den Studis oder Auszubildenden, die im Geld schwimmen, sich einen Fahrservice leisten und ein Penthouse mieten? Nicht? Das wäre jedenfalls deutlich gemütlicher, als unter den fast 1,2 Millionen zu sein, die neben Vollzeit-Studium oder -Ausbildung auch noch jobben müssen, um zu überleben.

BAföG und andere Ausbildungsförderungen schaffen ganz offensichtlich noch keine Lebensbedingungen, unter denen sich junge Auszubildende und Studierende aufs Lernen konzentrieren können. Als Gewerkschaft finden wir das schlicht gesagt skandalös. Niemand sollte so eine Doppelbelastung aushalten müssen!

Doch auch wenn eure Finanzlage alles andere als rosig ist und ihr deshalb jobben müsst, bewegt ihr euch nicht im rechtsfreien Raum. Ob Mini- oder Midijob, ob kurzfristige oder reguläre (studentische) Beschäftigung oder vielleicht sogar eine Kombi daraus: Achtet dabei auf eure Rechte! Dazu gehören Einkommens- und Arbeitszeitgrenzen, genauso wie Melde- und Informationspflichten, um Probleme oder finanzielle Einbußen zu vermeiden.

ver.di Jugend – eure starke Schulter!
Probleme in der Ausbildung, im Studium oder im Nebenjob? Wir setzen uns für euch und eure Rechte ein! Wir bündeln Initiativen, um eure finanzielle und rechtliche Lage zu verbessern. Wir sammeln die passenden Infos, damit ihr schnell die optimalen Förderungen findet. Und damit ihr die zahlreichen Fallstricke bei Steuern und Pflichtversicherungen elegant umschiffen könnt.

In den letzten Jahren haben sich außerdem immer mehr Beratungsstellen direkt an den Hochschulen etabliert. Informiert euch am besten am Campus über das Angebot vor Ort.

Gut informiert? Geht auch per Mouseklick!
Keine Sorge, falls eure Uni noch kein Beratungszentrum eingerichtet hat: Hier kommen die wichtigsten Infos, Internetseiten und Linksammlungen zum Thema.

  • Jobben neben Studium oder Ausbildung

Auf unserem Serviceportal rund um Ausbildung und Studium findest du Infos zum Arbeitsrecht, zur Lohnsteuer, der Meldepflicht, zu nicht angemeldeter Arbeit, Sparzulagen und vermögenswirksamen Leistungen, Studentenstatus und Versicherungen, zu Tarifpolitik und vielem mehr. In unserer Infobox haben wir euch noch weiterführende Tipps und Links zu speziellen Fragen draufgepackt.

Außerdem stellen wir kurz die verschiedenen Beschäftigungsformen für Studierende und Auszubildende vor. Neben 450-Euro-Jobs oder freiberuflichen Tätigkeiten gibt es auch noch Werkstudierende oder Saisonbeschäftigte mit jeweils unterschiedlichen Steuersätzen und Sozialabgaben.

Infos zum Jobben neben Studium oder Ausbildung
Linksammlung zum Jobben neben Studium oder Ausbildung

  • Sozialversicherungsstatus im Studium

Anfang 2017 haben die gesetzlichen Krankenkassen, Rentenverbände und die Agentur für Arbeit „ordentlich Studierende“ neu definiert. Geändert hat sich dadurch vor allem der Sozialversicherungsstatus für euch im Studium oder Praktikum. Die DGB Jugend stellt diese Änderungen und ihre Auswirkungen vor.

Neu ist zum Beispiel, dass der Werkstudentenstatus endet, sobald die Studierenden postalisch vom Prüfungsamt über das Ergebnis ihrer letzten Prüfung informiert wurden. Und: Bei einer Pause zwischen Bachelor- und Masterstudium zählt ihr während dieser Pause nicht mehr als „ordentlich Studierende“.

Was ihr außerdem bei Freibeträgen und Einkommensgrenzen, Steuern und Sozialversicherung, bei Informations- und Meldepflichten und hinsichtlich arbeitsrechtlicher Regelungen beachten solltet – hier geht’s zur Komplettübersicht:

Neubestimmungen zum Jobben im Studium

  • Students at work

Das Beratungsportal der DGB Jugend informiert euch zu allen (arbeits-)rechtlichen Fragen bei der Kombination von Studium und Job. Ob es um Gehalt oder Urlaub, um Kündigung und Arbeitsvertrag, um die Gültigkeit eines Tarifvertrags oder um Sozialrechtliches zur Kranken- und Rentenversicherung geht – hier findet ihr die richtigen Antworten.

Auch zu finanziellen Themen wie Stipendien, Praktika, Studiengebühren und den Unterhalt von den Eltern gibt die Seite hervorragend Auskunft. On top liefert sie Jobbörsen-Empfehlungen und Tipps für Absolvent_innen.

Falls ihr eine spezielle Frage habt, schreibt einfach eine E-Mail ans Team – die Kolleginnen und Kollegen antworten meistens sehr zügig.

Zum Angebot von Students at work

Gemeinsam für bessere Ausbildungs- und Studienbedingungen!

Übrigens: Frage Nummer eins in den Beratungsstellen für Studierende ist derzeit, wie man am besten zwei Jobs miteinander kombiniert... Nicht nur für Studierende, sondern auch für viele Auszubildende leider eine elementare Sache. Wir arbeiten daran, dass das nicht mehr nötig ist! Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt, kommt gerne vorbei, ruft an oder mailt. Wir freuen uns auf euch!

Infos zur Kombination mehrerer Jobs

Mehr zum Jobben im Studium bietet auch unsere Stichwortliste:

26.05.2017

Welcome Solidarity

  • Ein Schild heißt Refugees welcome.

Das neue DGB-Portal ist online!

Die Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes und mit ihr die ver.di Jugend stellen sich seit ihrer Gründung gegen Rassismus und Diskriminierung. Dieses gemeinsame Engagement tragen wir jetzt auch ins Netz: Auf unserer neuen Webseite WELCOME SOLIDARITY findet ihr Infos rund um Flucht, Asyl, Migration und eure Rechte in der Ausbildung – speziell für junge Geflüchtete, aber auch für solidarische Azubis.

Bildet euer Betrieb schon Geflüchtete aus? Wollt ihr euch dafür einsetzen und euch für die neuen Kolleginnen und Kollegen starkmachen? Wir von der ver.di Jugend und DGB Jugend sind dabei! Unser neues Internetportal bietet Informationen und Handlungshilfen, die den Refugees, aber auch ihren Unterstützerinnen und Unterstützern helfen, damit Ankunft, Integration und das Miteinander in Deutschland besser gelingen.

Aller Anfang ist schwer
Denn Menschen, die geflohen sind, haben mit vielen Barrieren zu kämpfen. Die Flucht mag hinter ihnen liegen, aber ihre mitunter traumatischen Erlebnisse und bösen Erinnerungen können einem erfolgreichen Berufsleben im Weg stehen.

Und nicht nur das: Mangelnde Deutschkenntnisse, aber auch Vorurteile, Ängste und die wachsende Fremdenfeindlichkeit mancher Einheimischer können den Start in einen neuen Beruf zur scheinbar unüberwindlichen Hürde machen.

Im Gegensatz zu den meisten ihrer deutschen Kolleginnen und Kollegen kennen außerdem viele Geflüchteten ihre Rechte und Pflichten als Beschäftigte oder Auszubildende nicht. Das kann großen Schaden anrichten und macht sie zur ersten Zielscheibe für Ausbeutung und Lohndumping.

Für ein faires Miteinander, gegen rechts!
Fremdenfeindliche und rechtsradikale Bewegungen sind mit den zunehmenden Flüchtlingszahlen gewachsen – diese Entwicklung treten wir entschieden und mit aller Kraft entgegen! Wir wollen und werden nicht zulassen, dass gelungene Integration und ein faires Miteinander durch Fehl- oder Falschinformationen ausgebremst werden.

Unter dem Dach der DGB Jugend unterstützen deshalb auch wir von der ver.di Jugend das neue Infoportal für Refugees. Die Website bietet Informationsmaterial, Hintergrundreportagen, aktuelle Aktionen und Forderungen der Gewerkschaften. Zusätzlich gibt es Zusammenstellungen und Infos zu den Rechten und Pflichten aber auch zu speziellen Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Refugees.

Berufsausbildung in Deutschland
So setzt die DGB-Jugend mit der 2016 erschienenen Broschüre "Berufsausbildung in Deutschland" genau da an, wo junge Geflüchtete sich orientieren müssen und Hilfe benötigen. Passend zum jeweiligen Lebensalter gibt sie umfassend Auskunft über Schulabschlüsse, Berufsorientierung und Bewerbung. Dazu vermittelt die Broschüre wichtige Informationen rund um den Ausbildungsstart – übrigens auf Englisch, Französisch, Farsi und Arabisch.

Ebenfalls in vier Sprachen gibt es unser Infomaterial "Deine Rechte in der Ausbildung", das mittlerweile zu den erfolgreichen Azubi-Klassikern gehört. In dieser Broschüre finden junge Refugees wie Deutsche alles über die Rechte von Auszubildenden, über Jugendarbeitsschutz und Mitbestimmung und auch Antworten auf die Frage "Was tun eigentlich Gewerkschaften?".

Die Seite lässt sich mit allen Endgeräten abrufen, alle Informationen stehen jeweils als PDF-Broschüre zum Download bereit. Auch den „Blickpunkt“ zu Flucht, Asyl und Migration gibt es als Online-Dossier.

Macht euch selbst ein Bild von „WELCOME SOLIDARITY“ und leitet die URL weiter an eure geflüchteten Kolleginnen und Kollegen: www.welcome-solidarity.de

Viel Spaß beim Surfen & Lesen! Eure ver.di Jugend

18.05.2016

Ohne Abi zur Uni? Klaro geht das!

  • Auszubildende überlegt.

Viele Wege führen zur Uni

Ausbildung geschafft?! Warum nicht noch was draufsetzen – wie wär’s mit einem Studium? Ja, das geht auch ohne Abitur! Dazu gibt es beispielsweise von der Hans-Böckler-Stiftung ein spezielles Förderprogramm nach der Ausbildung. In bestimmten Fällen könnt ihr sogar ohne abgeschlossene Berufsausbildung ein Studium starten. Wir haben euch passende Infos zusammengetragen.

Mit einem Studium eröffnen sich vielfältige Karrierechancen. Insofern nützt es all jenen, die beruflich höher hinaus wollen bzw. später eher selbstbestimmt arbeiten möchten. Zugang zum Studiensystem gibt es allerdings in Deutschland grundsätzlich nur mit Abitur – eigentlich.

Bei genauerer Betrachtung könnt ihr durchaus auch ohne Hochschulreife studieren. Für alle mit abgeschlossener Berufsausbildung gibt es zum Beispiel spezielle gewerkschaftliche Unterstützung.

Förderprogramm der Hans-Böckler-Stiftung
Die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Beruflich Qualifizierten aus dem Gesundheits- und dem gewerblich-technischen Bereich erleichtert die HBS den Weg vom Beruf ins Studium – auch ohne Abitur.

Dazu bietet die Stiftung vorbereitende Seminarangebote und Vorbereitungskurse an der Universität, die exakt auf eure Bedürfnisse zugeschnitten sind. Obendrauf gibt es ab drei Monate vor Studienbeginn ein Stipendium und Unterstützung beim Lernen bis ins dritte Semester.

Das neue Förderprogramm ist auf neun Vollzeit-Studiengänge der Gesundheits- und Ingenieurwissenschaften ausgerichtet und euer maßgeschneiderter Weg ins Studium! Alle Studiengänge werden mit dem "Bachelor of Science" abgeschlossen.

Mehr Details zu diesem Förderprogramm findet ihr auf der HBS-Website – gleich mal vorbeisurfen!

Support von deiner Gewerkschaft
Die HBS bietet übrigens noch weitere Stipendien und Studienförderungen. Bei der Vergabe von Stipendien gibt es außerdem ein Verfahren für Gewerkschaftsmitglieder, die sich gewerkschaftlich oder gesellschaftspolitisch engagieren.

Und auch für alle Fragen und Hürden, die sich während des Studiums auftun, gibt es gewerkschaftliche Unterstützung. Je nach Thematik stehen euch verschiedene gewerkschaftliche Anlaufstellen mit Rat und Tat zur Seite.

Studentische Interessen kommuniziert und koordiniert in ver.di die AG Studierende. Diese bundesweite Arbeitsgemeinschaft besteht aus Schüler_innen, Studierenden und Promovierenden aus ganz Deutschland.

Und wer sich für Studiengänge zur Gewerkschaftsarbeit interessiert, surft am besten auf unser Service-Portal ausbildung.info.

Weitere Wege zur Hochschule
Alternative Wege ins Studium führen zum Beispiel über:

Für die zuletzt genannte Variante – denn sogenannten dritten Bildungsweg – eignen sich besonders auch duale Studiengänge und entsprechende Angebote von Fachhochschulen.

Weitere wichtige Details zur Hochschulzulassung ohne Abitur und zum dritten Bildungsweg findet ihr natürlich auch auf unserem Info-Portal rund um Ausbildung und Studium.

Last but not least
Bevor ihr euch für ein Studium entscheidet, solltet ihr euch über zwei weitere grundlegende Aspekte Gedanken machen:

  • Die Qual der Wahl

Natürlich sollte euch das Studienfach auf den Beruf vorbereiten, den ihr später ausüben wollt. Doch so genaue Vorstellungen haben nicht alle. Die grundsätzlichen Fragen nach den eigenen Interessen und Fähigkeiten können eine gute Hilfe sein.

Beim weiteren Entscheidungsprozess für ein Studienfach hilft euch ebenfalls unser Info-Portal.

  • Ohne Moos nix los

Stipendien oder Förderprogramme wie das der HBS sind eine gute Option, um finanziell über die Runden zu kommen. Ansonsten muss klassischerweise ein Studentenjob oder vielleicht BaföG bzw. ein staatlicher Bildungskredit her.

Weitere Links und Infos zu den Themen Studienkredite und Stipendien gibt es auch auf unserem Info-Portal.

Wir wünschen euch einen reibungslosen Start und ein erfolgreiches Studium!

27.04.2017

Ausbildung geschafft – und was kommt jetzt?

  • BÄÄÄM - Ausbildung geschafft!

Tipps zum Ausbildungsende

Viele von euch haben ihre Ausbildung bald abgeschlossen. Steht eine Übernahme ins Haus, gibt es gleich noch einen Grund zum Feiern. Aber dieses Glück haben leider nur knapp 45 Prozent der Auszubildenden. Für alle anderen hier ein paar Tipps zu Alternativen nach der Ausbildung.

Wenn ihr nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung nicht übernommen werdet, solltet ihr euch sofort bei der Arbeitsagentur als arbeitsuchend melden. Erledigt das sicherheitshalber spätestens drei Monate vor Ausbildungsende, um Sanktionen zu vermeiden.

Falls ihr nach der Ausbildung erst mal auf Stellensuche seid und mit dem Arbeitslosengeld I (ALG I) nicht auskommt, dürft ihr aufstocken über ALG II. Manchmal bezahlt die Arbeitsagentur auch Bewerbungskosten, also Material und Porto, Reise- und Umzugskosten. Einfach mal die zuständige Person in der Agentur darauf ansprechen.

Es gibt viele Betriebe, bei denen ihr euch bewerben könnt. Im Internet findet ihr dazu zahlreiche Jobbörsen, ebenso lohnt sich ein Blick in die Stellenanzeigen der Tageszeitungen. Außerdem solltet ihr auch im Familien- und Freundeskreis von eurer Jobsuche erzählen – je mehr Leute die Augen offen halten, desto besser.

Und auch, wenn es nicht gleich auf einen festen Job hinausläuft: Der neue Lebensabschnitt eröffnet euch viele Möglichkeiten! Hier ein paar Alternativen zur Festanstellung, die vieles für euch bereithalten: Ihr erweitert euren persönlichen Horizont, lernt neue, spannende Felder kennen und könnt euer berufliches Weiterkommen fördern.

Studium
Mit einem Studium eröffnet ihr euch vielfältige Berufschancen. Vorher müsst ihr allerdings klären, ob euer Abschluss dafür ausreicht. Mit dem Abitur besitzt ihr eine unbeschränkte Hochschulzugangsberechtigung und dürft grundsätzlich jedes Studium aufnehmen.

Aber auch mit einer abgeschlossenen Ausbildung könnt ihr unter bestimmten Bedingungen studieren. Die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium ohne Abitur sind allerdings je nach Bundesland, Hochschule und Studienfach sehr unterschiedlich. Nähere Informationen liefert das Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes.

Dazu noch ein Tipp: Gasthörer_innen können sich ganz unverbindlich etwas Uni-Luft um die Nase wehen lassen und bekommen dabei einen ersten Eindruck vom Studium.

Weitere Informationen zum Studium

Weiterbildung
Eine Weiterbildung qualifiziert euch nach der Ausbildung für andere Aufgaben und ist eine gute Voraussetzung für euren beruflichen Aufstieg. Weiterbildungen werden teilweise von der Arbeitsagentur gefördert. Einfach mal dort nachfragen!

Weitere Informationen zur Weiterbildung

Auslandsaufenthalt
Auslandserfahrungen und Fremdsprachenkenntnisse erhöhen eure Jobchancen – und bedeuten auch eine persönliche Weiterentwicklung. Ins Ausland könnt ihr z. B. als Au-pair, über „Work and Travel“, über eine Sprachreise oder einen Freiwilligendienst.

Die meisten Auslandsaufenthalte könnt ihr – je nach Ausrichtung – mit Unterstützung von bestimmten Organisationen planen, die sich um die wichtigsten Dinge kümmern.

Weitere Informationen zum Auslandsaufenthalt

Arbeiten ohne festen Job
Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in Vollzeit… früher der Normalfall, heute leider eher eine Ausnahme – gerade bei Berufsanfänger_innen. Abseits einer Festanstellung müsst ihr einiges beachten:

  • Zeitarbeit

Zeitarbeiter_innen können wertvolle Berufserfahrungen sammeln und sich in unterschiedlichen Arbeitsbereichen Fähigkeiten aneignen. Manchmal öffnet Zeitarbeit sogar die Tür zum festen Job.

Die Nachteile: Meist wesentlich weniger Lohn und Urlaub als Festangestellte. Außerdem könnt ihr bei dem geringen Lohn und der unsicheren Anstellung eure eigene Zukunft kaum planen.

  • Befristung

Mittlerweile ist der erste Job bei vielen erst mal befristet. Die gesetzlichen Regelungen für Beschäftigte dazu lauten: Innerhalb von zwei Jahren darf der Arbeitgeber nur drei Mal einen befristeten Vertrag anbieten – danach muss er entfristet werden. Eine Ausnahme bildet die Sachgrundbefristung.

Falls du dazu Fragen hast oder deine Verträge prüfen lassen willst, melde dich gerne bei deiner ver.di Jugend vor Ort

  • Teilzeit

Zugenommen haben auch die Beschäftigungen in Teilzeit. Das kann für junge Eltern interessant sein, weil sich Beruf und Familie dadurch besser vereinbaren lassen. Viele können es sich aber leider nicht aussuchen, wie viel sie arbeiten.

Und es sollte klar sein, dass der Verdienst in Teilzeit deutlich niedriger ausfällt als in Vollzeitbeschäftigung. Allerdings erwerbt ihr auch über Teilzeitarbeit einen Anspruch auf gesetzliche Rente und auf reguläres Arbeitslosengeld (also nicht nur auf ALG II).

  • Selbständigkeit

Eine weitere gute Chance kann die Selbständigkeit sein. Einen solchen Schritt solltet ihr allerdings genau abwägen: Ist die Geschäftsidee tragfähig? Gibt es Risiken? Selbstständigkeit bringt Freiheiten – birgt aber auch Unsicherheiten. Alle Selbstständigen sind verpflichtet, sich bei einer Krankenkasse zu versichern und sich beim Finanzamt registrieren zu lassen.

Auch Selbstständige sind bei ver.di gut aufgehoben. Unter www.mediafon.net findet ihr spezielle Bildungsangebote, Termine regionaler Selbstständigengruppen, einen umfangreichen Ratgeber und die Kontaktdaten zum ver.di Beratungsnetzwerk rund um die Selbstständigkeit.

Weitere Informationen zum Jobben

Mehr Infos für Mitglieder
ver.di Mitglieder sind besser informiert. Zum Beispiel enthält die Broschüre „Was kommt nach der Ausbildung?“ ausführliche Erklärungen zu verschiedenen Optionen nach Ausbildungsende und zu gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Ihr bekommt darin auch einen Überblick, was ihr beim ersten Arbeitsvertrag zu beachten habt und dazu viele Tipps, die bares Geld sparen. Mitglieder können die Broschüre kostenlos bestellen: per E-Mail an jugend@verdi.de.

Für eure nächsten Schritte nach Ausbildungsende wünschen wir euch in jedem Fall viel Erfolg und stehen euch bei Fragen gerne mit Rat und Tat zur Seite!

Eure ver.di Jugend

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