26.09.2018

Kleine Fehler mit großem Schaden

  • Blechschaden nach einem Unfall kann teuer werden

Unterstützung für Gewerkschaftsmitglieder

Irren ist menschlich, doch im Ausbildungs- und Berufskontext können Fehler unter Umständen ganz schön teuer werden. Verlierst du zum Beispiel den Dienstschlüssel und in eurem Unternehmen muss die gesamte Schließanlage ausgewechselt werden, kommen schnell hohe Summen zusammen.

Bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen entstehen noch ganz andere Schäden. Auch wenn der Arbeitgeber für solche Fälle meist versichert ist, fordert er meist einen Teil als Schadenersatz von der verursachenden Person ein.

Michael Hausmann* fuhr zum Beispiel mit dem Abfallsammelfahrzeug auf einen Hof. Durch Unachtsamkeit wurde die Fahrerkabine erheblich beschädigt. Der Schaden betrug über 10.000 Euro. Hausmann wurde mit 1.000 Euro in Regress genommen. Die GUV / Fakulta unterstützte den Kollegen mit 960 Euro Schadenersatzbeihilfe.

Oder der Fall von Ullrich Rheinhard*: Er fuhr mit seinem Dienstwagen zu einem Kundengespräch. Um die Autotür aufzuschließen, legte er seinen Laptop auf dem Autodach ab. Rheinhard war im Zeitdruck und fuhr los. Er ließ das Gerät dabei auf dem Autodach liegen und das fiel beim Anfahren natürlich runter. Der Rechner wurde schwer beschädigt und war nicht mehr zu gebrauchen. Der Arbeitgeber nahm ihn mit 1.600 Euro in Regress. Der Kollege wehrte sich und musste nach einem Vergleich 700 Euro zahlen. Wir übernahmen den Rechtsschutz. Die GUV/FAKULTA unterstützte ihn mit 672 Euro.

Die GUV/Fakulta ist dabei keine Versicherung. Sie ist eine Einrichtung der DGB-Gewerkschaften, in der sich Gewerkschaftsmitglieder zusammenschließen. Im Falle eines Haftungsschadens aufgrund einer beruflichen oder dienstlichen Tätigkeit unterstützen sich ihre Mitglieder über die GUV/Fakulta. Der Beitrag beläuft sich auf 21 Euro im Jahr und zahlt sich schnell aus, wenn man wirklich mal Mist gebaut hat.

Bis 31.12.2018 läuft noch eine Sonderaktion. Alle Auszubildenden, dual Studierenden, Beamtenanwärterinnen und -anwärter, die bis dahin bei der GUV/Fakulta Mitglied werden, sparen sich den Mitgliedsbeitrag für 2018 und 2019. Einfach im Mitgliedsformular diesen Media-Code eingeben: 18/353 H

Viel Erfolg bei eurer Ausbildung und viel Glück, dass ihr die GUV/Fakulta niemals benötigt.

Achtung: Im Rahmen der Sonderaktion kann die Mitgliedschaft in der GUV/FAKULTA frühestens zum 31.12.2020 gekündigt werden.

*Alle Namen wurden von der Redaktion geändert.

13.09.2018

Auf die Plätze – fertig – los!

  • Shirt mit der Aufschrift JETZT GEHTS LOS

Wichtige Infos zum Ausbildungsstart

Es ist wieder soweit: Mit der Ausbildung beginnt für viele auch ein neuer Lebensabschnitt! Klar, dass da ein paar Fragen auftauchen. Deshalb hat die ver.di Jugend als Interessenvertretung für junge Menschen hier die besten Tipps rund ums Thema Ausbildungsstart zusammengestellt. Jetzt kann’s losgehen!

Wir von der ver.di Jugend gratulieren erst mal zum Ausbildungsbeginn und wünschen euch allen einen guten Start in diese Lebensphase – eine neue, spannende und manchmal auch anstrengende Zeit! Gut zu wissen, dass es Unterstützung gibt: Als Gewerkschaftsjugend von ver.di haben wir das richtige Fachwissen rund um Ausbildung und Berufseinstieg.

In den ersten Tagen lernen die neuen Auszubildenden im besten Fall auch gleich ihre Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) kennen. Die JAV sorgt dafür, dass die Auszubildenden im Betrieb mitreden können – z. B. bei Fragen zum Ausbildungsablauf oder zur Festlegung des Urlaubs. Als Ansprechpartnerin nimmt sich die JAV der Probleme der Auszubildenden an, beispielsweise auch über spezielle Veranstaltungen (z. B. den sogenannten Jugend- und Auszubildendenversammlungen).

Fragen? Herausforderungen? Die ver.di Jugend ist am Start!
Manchmal kann es stressig werden: Prüfungen im Nacken, Ärger mit den Vorgesetzten oder vielleicht der Wunsch, die Ausbildung zu wechseln. Egal, wo in der Ausbildung der Schuh drückt: Von der ver.di Jugend gibt es Hilfe und nützliche Tipps. Zum Beispiel auf unserem Ausbildungsportal ausbildung.info. Die Website bietet viele passende Antworten und Lösungen für den Ausbildungsalltag.

In den meisten Betrieben und Unternehmen gibt es auch einen Betriebsrat bzw. in Dienststellen den sogenannten Personalrat. Vielleicht auch eine außerbetriebliche Interessenvertretung. Auch diese Gremien kümmern sich um die Probleme aller Beschäftigten und Auszubildenden. Hilfe ist also nie weit entfernt.

Tipps für eine entspannte Ausbildung
In den ersten Tagen eurer Ausbildung überrollt euch eine wahre Informationsflut. Außerdem lernt ihr die neuen Kolleginnen und Kollegen kennen und natürlich auch euren Arbeitsplatz der nächsten Jahre. Das kann alles ganz schön aufregend sein. Doch keine Sorge! Niemand erwartet, dass ihr alles sofort auf dem Schirm habt. Ein einfacher Tipp hilft da schon weiter: Wichtige Infos sofort mitschreiben, dadurch lassen sie sich nicht nur besser merken, sondern ihr könnt euch die einzelnen Fakten und Themen auch noch mal in Ruhe anschauen.

Außerdem solltet ihr ein paar wichtige Aspekte unbedingt beachten. Anhand der folgenden Liste könnt ihr ganz einfach gegenchecken, ob alles erledigt ist.

Ausbildungsqualität – von Anfang an ist wesentlich, dass Auszubildende in ihrer Ausbildung die richtigen Qualifikationen erlernen und zwar zu fairen Bedingungen.

Finanzen – damit die wohlverdiente Ausbildungsvergütung auch ankommt.

  • Ist eine elektronische Lohnsteuerkarte vorhanden?
  • Ist ein Sozialversicherungsausweis vorhanden?
  • Ist ein Girokonto eingerichtet und wurde dem Arbeitgeber die Bankverbindung mitgeteilt?
  • Besteht vielleicht Anspruch auf finanzielle Unterstützungen, konkret auf Berufsausbildungsbeihilfe oder Wohngeld?

Versicherungen – alte wechseln oder neue abschließen?

  • Krankenversicherung: Lohnt sich ein Versicherungswechsel?
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Macht es Sinn, eine abzuschließen?
  • Haftpflichtversicherung: Ist sie vielleicht schon über die Eltern vorhanden?

Fahrtweg – wo geht es überhaupt hin?

  • Welches Verkehrsmittel fährt am schnellsten zum Ausbildungsbetrieb?
  • Wie genau verläuft die Strecke, wo muss ich umsteigen o. ä.?
  • Lieber ein paar Minuten mehr einplanen und im Zweifel vorher den Weg abfahren!

Umgangston – Frechheit siegt… nicht immer!

  • Am Anfang erst mal die Kolleg_innen beobachten und auf versteckte Hierarchien achten!
  • Die sicherste Variante ist ein freundliches, offenes, aber auch zurückhaltendes Verhalten.

Kleidung – best dressed for the moment!

  • Gab es evtl. schon während der Bewerbungsphase oder im Vorstellungsgespräch Hinweise auf eine Kleiderordnung?
  • Im Zweifelsfall lieber erst mal „overdressed“ auftauchen und am zweiten Tag ggf. nachkorrigieren.

Und bei allem Trubel immer dran denken: Bei der JAV oder der ver.di Jugend gibt es immer kompetente Ansprechpartner_innen für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung.

Auf ausbildung.info gibt es weitere nützliche Tipps zum Ausbildungsstart!

Schnelle Antworten rund um das Thema Ausbildung liefert außerdem unser umfassendes Glossar für Auszubildende – jetzt auch als App „Ausbildung von A bis Z“ für dein Smartphone:

Wir wünschen euch einen gelungen Start, viel Spaß und eine erfolgreiche Ausbildung!

07.09.2018

Ausbildungsreport 2018

  • Ausbildungsqualität: ungenügend!

So unzufrieden wie noch nie

Jedes Jahr fragt die DGB Jugend über 10.000 Auszubildende, wie es in ihrer Ausbildung läuft. Denn niemand kann die Qualität der dualen Ausbildung besser einschätzen als ihr – die Auszubildenden.

Was ihr jeden Tag im Betrieb und in der Berufsschule erlebt, spiegelt den Stand der dualen Berufsbildung wider. Es ist also kein gutes Zeichen, dass ihr so unzufrieden seid wie noch nie zuvor. Ein genauer Blick auf die Studie zeigt, wo der Schuh drückt…

Die Arbeitszeit
In diesem Jahr hat der Bericht einen besonderen Blick auf die Arbeitszeiten von Auszubildenden geworfen. Die Untersuchung zeigt, dass viele von euch regelmäßig Überstunden machen müssen (36,3 Prozent) und nur 13 Prozent dafür einen Freizeitausgleich bekommen. Das ist nicht fair! Jeder Mensch braucht Zeit um sich von der Arbeit zu erholen.

Regelmäßige Überstunden können außerdem ein Anzeichen dafür sein, dass Auszubildende eher als „billige“ Arbeitskräfte missbraucht werden, als dass sie einen Beruf erlernen. Zudem müssen immerhin zehn Prozent der minderjährigen Auszubildenden über 40 Stunden die Woche arbeiten, obwohl das verboten ist. Hier muss sich schnellstens etwas ändern, denn junge Menschen brauchen noch viel dringender als Erwachsene Zeit für Erholung!

Passenderweise berichtet über ein Viertel (25,8 %) davon, dass es „häufig“ oder „immer“ ein Problem ist, sich in der Freizeit zu erholen. Hierbei spielen neue Technologien eine erhebliche Rolle, denn über die Hälfte (54 Prozent) von euch müssen auch in ihrer Freizeit für den Ausbilder oder die Ausbilderin erreichbar sein – 60 Prozent von euch bekommen dafür nicht mal einen Ausgleich.

Wie soll man denn am Wochenende entspannen, wenn dauernd der Chef durchklingelt?! Hier braucht es dringend bessere gesetzliche Regelungen, um Auszubildende und junge Beschäftigte vor unnötigem Stress zu schützen!

Ausbildungsplan
Eine gute Ausbildung zeichnet sich auch dadurch aus, dass ihr alle wichtigen Fähigkeiten für euren zukünftigen Beruf erlernt und dabei fachliche Anleitung von eurer Ausbilderkraft erhaltet. Eine Hilfe ist dabei der betriebliche Ausbildungsplan. Dieser legt fest, was ihr wann während eurer Ausbildungszeit lernt – er ist gesetzlicher Teil des Ausbildungsvertrags.

Der aktuelle Ausbildungsreport zeigt jedoch, dass ein Drittel der Auszubildenden keinen betrieblichen Ausbildungsplan hat, obwohl er vorgeschrieben ist.

Dazu passt, dass auch in diesem Jahr viele von euch „häufig“ oder „immer“ ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten mussten. Das ist sehr ärgerlich, denn beim Kaffeekochen oder Abspülen lernt ihr nichts. Kein Wunder, dass in solchen Fällen viele Auszubildende das Handtuch werfen.

Ausbildungsvergütung
Wie zufrieden man ist, hängt auch von der Wertschätzung ab, die man in der Ausbildung erfährt. Dabei spielt die Ausbildungsvergütung keine unerhebliche Rolle. Wer für die eigenen Anstrengungen und Lernerfolge angemessen entlohnt wird, kann besser schlafen.

Unsere Befragung hat ergeben, dass Auszubildende bis zum dritten Lehrjahr aktuell 766 Euro durchschnittlich erhalten. Nicht nur, dass dieser Betrag weit unter dem tariflichen Vergütungsdurchschnitt von 876 Euro liegt, es gibt auch noch erhebliche Abweichungen je nach Branche. So verdienen Bankkaufleute im dritten Lehrjahr 1.028 Euro brutto, während es im Friseurhandwerk nur 578 Euro Vergütung gibt.

Wir als Gewerkschaft sagen: Das geht so nicht! Alle Auszubildenden sollte von der Vergütung für die eigene Arbeit leben können. Wir fordern daher eine Mindestausbildungsvergütung für alle!

Höhere Zufriedenheit bei Gewerkschaftsmitgliedern
Ein positives Ergebnis hat der Ausbildungsreport für Auszubildende mit Interessenvertretung: 78,4 Prozent der befragten Auszubildenden gaben an, dass sie mit ihrer Ausbildung "zufrieden" oder "sehr zufrieden" sind – wenn sie auf eine betriebliche Interessenvertretung zurückgreifen konnten. Ähnlich hoch war der Wert bei Gewerkschaftsmitgliedern mit 76,3 Prozent.

„Unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ sind unter den Gewerkschaftmitgliedern sogar nur sechs Prozent, bei Nicht-Mitliedern liegt der Anteil bei 8,2 Prozent.

17.08.2018

Ausbildung 4.0

  • Ein Tablet mit der Aufschrift

Wie reagieren Gewerkschaften auf die Digitalisierung in der Ausbildung?

Ausbildung 4.0, Industrie 4.0, Arbeit 4.0: Längst übernehmen Systeme und Programme die Aufgaben von Menschen, die geglaubt haben, ihre Arbeit sei von der Digitalisierung nicht betroffen, weil eine Maschine nie einen Menschen ersetzen kann.

Aber viele von uns erledigen ihre Überweisungen nicht mehr am Bankschalter, sondern ganz bequem von zu Hause, online. Im Call- und Service-Center-Sektor wird immer mehr auf computerisierte Sprachberatung gesetzt. Selbstfahrender Nahverkehr und auch die Postzustellung via Drohne, selbst automatisierte Medikamentenabgaben sind ebenfalls keine Zukunftsvisionen mehr.

Dies sind nur wenige Beispiele aus dem Dienstleistungssektor, und natürlich ist davon auch massiv die Ausbildung betroffen. Viele Ausbildungsberufe sind nicht zukunftsorientiert: Wenn man nach den Ausbildungsordnungen geht, sind zwar Inhalte beschrieben, die eine zukunftsorientierte Ausbildung ermöglichen, in der Praxis wird jedoch für das Heute und nicht für das Morgen ausgebildet.

Dadurch besteht massiv die Gefahr, dass ein Auszubildender, der diesen Sommer seine Abschlussprüfung absolviert hat, bereits in zehn Jahren wenig bis gar keine Inhalte seiner Ausbildung mehr brauchen kann und sich neu orientieren muss. Wer da nicht den richtigen Riecher hat und flexibel ist, wird große Probleme bekommen.

Viele Betriebe sehen die Auszubildenden als günstige Arbeitskraft und interessieren sich nicht für deren Zukunft. Es gibt zwar in großen Betrieben Interessenvertretungen und Regelungen, die den Fokus auf Zukunftstrends richten, aber eigentlich müsste dies umfassender geschehen. Der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt wird in den nächsten Jahren massiv wachsen, und die Jugend von heute wird am härtesten davon betroffen sein.

Aber: Lernen und Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt bietet auch unglaubliche Möglichkeiten. Es ist einfacher als je zuvor, global vernetzt zu sein, miteinander zu arbeiten und zu kommunizieren.

Auch bei der Qualifizierung und Weiterbildung eröffnen sich neue Optionen. Für eine Vorlesung muss man nicht am Veranstaltungsort sein; sogar Fragen können live via Stream gestellt bzw. beantwortet werden. Und dort, wo du früher kiloschwere Bücher geschleppt hast, reicht heute ein Notebook oder Tablet. Dokumente können direkt geteilt und von mehreren Personen zeitgleich bearbeitet werden.

Archivierung ist kein Thema mehr. Gut denkbar, dass es in den nächsten Jahren eine Vielzahl von neuen Ausbildungsberufen gibt, an die wir jetzt noch gar nicht denken.

Und: Ausbildung 4.0 heißt auch Gewerkschaft 4.0. In einer digitalen Arbeits- und Ausbildungswelt wird uns vor allem die Einhaltung von Regelungen interessieren, die wir auf gesetzlicher, betrieblicher und tariflicher Ebene erstritten haben. Wie soll man den Jugendschutz überwachen, wenn die Menschen nicht mehr an einem Ort greifbar sind?

In einer Welt, in der viele von zu Hause arbeiten, müssen wir uns auch neue Strategien zur Mitgliederwerbung überlegen. Sowohl die Mitgliederansprache als auch Maßnahmen im Arbeitskampf müssen überdacht werden: Wie treten wir in Zukunft als Gewerkschaft auf und wie bleiben wir mit unseren Mitgliedern vernetzt?

Das werden vor allem die Themen der Gewerkschaftsjugenden werden. Solidarität ist gefragt und eine gute Vernetzung innerhalb des DGB. Voneinander und miteinander lernen und sich gemeinsam auf die Zukunft vorbereiten, lautet unsere Agenda.

ver.di-Mitglied Oskar Michel war lange JAV-Vorsitzender und ist jetzt Betriebsratsmitglied.

26.07.2018

Sommer, Sonne, Ferienjob

  • Teenager mit Geldscheinen

Arbeitsschutz für junge Beschäftigte

Im Sommer wollen viele ihre persönliche Kasse durch einen Ferienjob aufbessern. Für junge Menschen gelten beim Arbeiten allerdings besondere Schutzrichtlinien. Was dabei erlaubt ist und was nicht, haben wir hier zusammengefasst.

Das Wichtigste zuerst
Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) regelt alle wichtigen Details zum Nebenverdienst für alle unter 18. So steht im JArbSchG zum Beispiel, dass Jugendliche nur leichte Arbeiten übernehmen dürfen wie beispielsweise Eis verkaufen oder Zeitungen austragen.

Nichtsdestotrotz hast du vielleicht Pech und ziehst dir am Arbeitsplatz eine Verletzung zu. Eine Sorge weniger: In solchen Fällen greift die Unfallversicherung deines Arbeitgebers, sie deckt alle Unfälle während der Arbeitszeit und auf dem Hin- und Rückweg zur Arbeit.

Hä? Ich dachte Kinder- und Jugendarbeit ist verboten?
Ist sie auch. Bis zum einschließlich 14. Lebensjahr ist arbeiten grundsätzlich illegal. Ausnahmen bestätigen aber die Regel:

  • Wenn die Eltern zustimmen, darf ab ab 13 Jahren bis zu zwei, in der Landwirtschaft bis zu drei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr gearbeitet werden.
  • Ab 15 giltst du als Jugendlicher und unterliegst dadurch weniger Einschränkungen für die Ferienarbeit. Dann darfst du also zwischen 6 und 20 Uhr bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Wer 16 ist, darf z.B. in der Gastronomie montags bis freitags auch bis 22 Uhr tätig sein.
  • Damit genügend Zeit zur Erholung bleibt, ist die Arbeitszeit für Schulpflichtige in den Ferien auf vier Wochen beschränkt.

Im Allgemeinen gilt für Jugendliche auch ein Arbeitsverbot am Wochenende, doch auch hier gibt es Ausnahmen wie etwa Sportveranstaltungen, die Arbeit in Krankenhäusern oder in der Landwirtschaft (vgl. JArbSchG §16, §17)

Das JArbSchG regelt außerdem die Pausenzeiten: Wer viereinhalb bis sechs Stunden pro Tag arbeitet, hat Anspruch auf 30 Minuten Pause (bei über sechs Stunden Arbeitszeit auf eine volle Stunde).

Und was ist mit dem Lohn?
Für alle Volljährigen gilt das Mindestlohngesetz, d.h. sie müssen nach aktuellem Stand wenigstens 8,84 Euro pro Stunde verdienen – auch für einen Ferienjob.

Der Mindestlohn gilt auch für geringfügig Beschäftigte (bis 450 Euro im Monat), allerdings leider nicht für alle unter 18 Jahren bzw. ohne abgeschlossene Ausbildung. In diesem Fall hast du leider keinen gesetzlichen Anspruch auf faire Entlohnung.

Trotzdem solltest du dich nicht über den Tisch ziehen lassen und eine angemessene Bezahlung fordern. Wichtig dabei: Du musst zwar keine Sozialversicherungsbeiträge abgeben, aber ab einem Bruttolohn über 750 Euro werden Steuern fällig. Immerhin kannst du dir diese gezahlten Steuern normalerweise am Ende des Jahres zurückholen.

Fragen dazu? Lohnsteuerberatung gibt’s für ver.di-Mitglieder kostenlos!

Brauche ich das schriftlich?
Auch wenn es sich „nur“ um einen Ferienjob handelt, solltest du auf einen Arbeitsvertrag bestehen. Der beschreibt genau, was du zu tun hast, wie viel Geld du dafür bekommst und von wann bis wann du das erledigst.

Falls Probleme auftauchen, vielleicht bei der Einhaltung der Arbeitszeiten, kannst du zusammen mit deinen Eltern dagegen vorgehen. Wendet euch am besten ans lokale Gewerbeamt.

Kostenlose Unterstützung bekommst du als ver.di-Mitglied natürlich auch von deiner ver.di Jugend vor Ort!

Wir wünschen dir spannende Arbeitstage und trotzdem erholsame Ferien!

29.06.2018

Kurzgefasst: Deine Rechte im Praktikum

  • Gruppe aus verschiedenen Berufsbildern

Gut zu wissen, bevor du ein Praktikum startest

Ein Praktikum dient dazu, einen Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld zu bekommen und etwas Praktisches zu lernen. Wir liefern dazu die wichtigsten Rahmenvorgaben.

Den Kopierer korrekt zu bedienen, gehört in den meisten Fällen nicht zu den vorrangigen Lernzielen im Praktikum… Sind solche Tätigkeiten etwa Pflicht für Praktikantinnen und Praktikanten? Eindeutig: Nein.

Wir haben dir die wichtigsten Rechte und Rahmenbedingungen im Praktikum zusammengetragen.

Der Sinn der Sache: Ein Praktikum ist ein Lernverhältnis.
Für Arbeitgeber lohnt es sich vor allem, wenn es lange dauert und Beschäftigte im Praktikum nach einer Einarbeitungszeit als volle Arbeitskraft zur Verfügung stehen.

So ist das aber nicht gedacht. Hilfreich ist es, wenn du bereits zu Beginn des Praktikums klärst, was du im Praktikum lernen willst – denn genau darauf hast du Anspruch.

Allerdings können sich nicht alle in jedem Fall freiwillig für ein gutes oder gegen ein schlechtes Praktikum entscheiden. Im Studium, aber auch in schulischen Ausbildungen gehören Pflichtpraktika oftmals dazu – man muss sie machen, um einen Abschluss zu bekommen.

Der gesetzliche Rahmen: Ein Praktikum ist kein rechtsfreier Raum.
Auch das gehört zu den wichtigen Erfahrungen zu Beginn des Berufslebens: Informiere dich in Bezug auf Urlaub, Praktikumszeugnis und darüber hinaus.

Am besten wendest du dich dazu in der betreffenden Arbeitsstätte an die Jugend- und Auszubildendenvertretung oder an den Betriebs- bzw. Personalrat. Mit einer Gewerkschaftsmitgliedschaft bist du sowieso immer auf der sicheren Seite.

Außerdem solltest du über einige Grundregeln Bescheid wissen.

Ob zum Beispiel ein Unternehmen ein Praktikum schamlos ausnutzt, erkennst du häufig schon daran, wie viele Beschäftigte im Praktikum es in der betreffenden Firma gibt:

  • Gibt es dort mehr Praktikantinnen und Praktikanten als Festangestellte?
  • Oder leitet gar der oder die Auszubildende die Beschäftigten im Praktikum an und die eigentliche Fachkraft ist nie ansprechbar?

In solchen Fällen empfiehlt es sich, nach Möglichkeit lieber woanders ein Praktikum zu machen. Schließlich willst und musst du bei einem Pflichtpraktikum ja was lernen und dich nicht ausbeuten lassen.

Der Vertrag: Ein erfolgreiches Praktikum braucht einen guten Rahmen.
Analog zum Arbeitsvertrag für Beschäftigte solltest du auch zu deinem Praktikumsverhältnis einen Vertrag bekommen, der die Rahmenbedingungen deines Praktikums klärt.

Ein Praktikumsvertrag sollte auf jeden Fall folgende Aspekte regeln:

  • die Dauer des Praktikums klären,
  • die Arbeitszeit in Wochenstunden, dazu Arbeitsbeginn und Arbeitsende,
  • die Dauer der Probezeit,
  • die Lernziele und Tätigkeiten im Praktikum,
  • deine Urlaubstage,
  • und deine Vergütung.

Der Output: Die Bezahlung ist abhängig von der Art des Praktikums.
Bei einem Pflichtpraktikum – also im Rahmen von Studien- und Ausbildungsordnung vorgeschrieben – gilt der Mindestlohn NICHT.

Bei einem freiwilligen Praktikum vor oder während der Ausbildung muss zwar kein Mindestlohn bezahlt werden, aber eine angemessene Vergütung. Das schreibt das Berufsbildungsgesetz vor.

Ab dem ersten Tag des vierten Monats muss bei einem freiwilligen Praktikum der Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro gezahlt werden (ab 01.01.2019 voraussichtlich 9,19 Euro).

Wenn du schon eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen hast und danach ein entsprechendes Praktikum absolvierst, steht dir der Mindestlohn bereits ab dem ersten Tag zu!

Darüber hinaus kann im freiwilligen Praktikum ein Kindergeldanspruch bestehen:

  • wenn Kenntnisse vermittelt werden, die als Grundlagen für die Ausübung des angestrebten Berufs geeignet sind
  • wenn es sich nicht um ein (gering bezahltes) „normales“ Arbeitsverhältnis handelt.

Der Zeitfaktor: Zur Praktikumsdauer und Arbeitszeit gibt es Richtwerte.
Freiwillige Praktika sollten je nach Ausbildungsziel und -vielfalt höchstens drei Monate dauern. Diese zeitliche Begrenzung ermöglicht es Studierenden, während der Semesterferien praktische Erfahrungen zu sammeln – und zwar ohne ein Semester aussetzen zu müssen.

Bei einer längeren Praktikumsdauer besteht außerdem die Gefahr, dass nicht der Erwerb neuer Fähigkeiten, sondern routinierte Arbeit in den Vordergrund des Praktikums rückt.

Für Pflichtpraktika im Rahmen von Studiengängen gilt die in den Studienordnungen entsprechend festgesetzte Dauer von Praktika. Diese überschreitet derzeit ggf. die hier empfohlene Dauer von drei Monaten.

Und wie viel Stunden pro Woche? Auch junge Menschen dürfen nicht unter einem übergroßen Arbeitspensum leiden. Deswegen regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz in § 8 JArbSchG die Dauer der Arbeitszeit: Demnach dürfen Jugendliche nicht über acht Stunden täglich und nicht über 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.

Der Sonderfall: Im Schulpraktikum entscheiden die Länder.
Das sogenannte Betriebspraktikum – also ein Praktikum von Schülerinnen und Schülern in Unternehmen – ist Bestandteil der schulischen Ausbildung.

Die Organisation der Schulausbildung und das allgemeine Schulwesen fallen unter die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz der Bundesländer. In Berlin sind Schulpraktika „Schulveranstaltungen“ im Sinne des Schulgesetzes.

Nichtsdestotrotz muss in jedem Fall das Jugendarbeitsschutzgesetz in den betrieblichen Praxiszeiten angewendet werden.

Der Tipp zum Schluss: Eine gute Rückendeckung ist schon die halbe Miete.
Was beim Praktikum wie auch sonst im Berufsleben weiterhilft: Werde Gewerkschaftsmitglied – dann sind wir als Gewerkschaft an deiner Seite!

Wenn du z. B. wissen willst, wie viel Urlaub dir zusteht, wenn du Beratung zu deinem Praktikumsvertrag brauchst oder wenn du das Gefühl hast, dass du in deinem Praktikumszeugnis schlecht wegkommst, kannst du dich als ver.di-Mitglied an uns wenden und bekommst von uns professionelle Hilfe zu deinen Fragen. Und im Ernstfall sogar Unterstützung vor dem Arbeitsgericht.

Also nichts wie los, wir freuen uns auf dich!

Und in jedem Fall wünschen wir dir ein erfolgreiches und spannendes Praktikum!

Deine ver.di Jugend

14.06.2018

6 Punkte für die Fußball-WM am Arbeitsplatz

  • Junger Mann mit Fußball in der Hand am Arbeitsplatz

Spielregeln für Fußball-Übertragungen während der Arbeitszeit

Heute beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und viele Azubis fiebern eifrig mit bei den Spielen ihrer Lieblingsmannschaft. Aber schon jetzt ist klar: Viele Beschäftigte werden während der spannenden Turniere arbeiten müssen – ein Dilemma für Fußball-Fans?

Hier die sechs wichtigsten Spielregeln für Fußball-Übertragungen während der Arbeitszeit:

1. Public Viewing auf Arbeit?

Darf man im Büro die Übertragung der WM-Spiele schauen? Die Antwort ist leider eindeutig – nein.

Mit Ausnahme einer gesondert eingeholten Genehmigung ist es Beschäftigten und Auszubildenden nicht gestattet, während der Arbeitszeit die Fußball-WM zu verfolgen. Das liegt an der Klausel in eurem Arbeitsvertrag, die keine Freizeitbeschäftigungen während der Arbeitszeit zulässt.

Viele Arbeitgeber erlauben allerdings Ausnahmen. Wichtig dabei: Sucht so bald wie möglich das Gespräch mit den Vorgesetzten. Auch wer für ein Spiel früher nach Hause gehen möchte, sollte das mit der Chefetage absprechen.

Durch Gleitzeitmodelle, Arbeitszeitkonten oder das Verschieben der Pause gibt es oft eine ganz simple Lösung.

2. Geht ein Liveticker okay?

Wenn schon im Betrieb und nicht mit Freunden beim Public Viewing, so wollen doch viele Fans wenigstens wissen, was auf dem Spielfeld passiert und checken regelmäßig die Liveticker. Ist das erlaubt? Hier ist die Lage nicht eindeutig, sondern das Ausmaß entscheidet.

Wer minutenlang abgelenkt ist, kann für das Verfolgen des Livetickers abgemahnt werden. So geschehen bei Ford, als zwei Mitarbeiter ein Fußball-Spiel eben über einen solchen Ticker verfolgten. Die Zulässigkeit dieser Abmahnung wird aktuell vor dem Arbeitsgericht verhandelt, allerdings hat Ford in der ersten Instanz bereits Recht bekommen.

Wer dagegen den Liveticker nur ab und zu kurz checkt, um auf dem Laufenden zu bleiben, sollte jedoch keine Probleme bekommen.

3. Und was ist mit Radio hören?

Dazu gibt es ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahr 1986, nachdem das Radio hören gestattet ist, so lange Beschäftigte oder Azubis ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen und nicht gegen ihre Pflichten verstoßen.

Diese Regel gilt allerdings nur unter zwei Bedingungen:

  • zum einen darf das Radio nicht zu laut oder störend sein (es empfehlen sich also Kopfhörer),
  • zum anderen darf es keine Kundengespräche behindern.

4. Darf ich mein Fan-Fieber im Büro offen ausleben?

Ob ihr in eurer Ausbildung mit dem Trikot in den Betrieb kommen dürft, entscheidet die Dienstvorschrift. Vorgaben zur Arbeitskleidung oder Schutzmaßnahmen dürfen auch während der Weltmeisterschaft nicht umgangen werden.

Wer seinen Arbeitsbereich mit Fahnen und Stickern schmücken will, sollte das vorher kurz mit den Vorgesetzten absprechen. Viele Arbeitgeber sind aber recht offen bei solchen Fragen und erlauben Fanartikel (in Maßen) am Arbeitsplatz.

5. Siegesfeier im Büro?

Das Spiel ist gewonnen – und jetzt hoch die Tassen?! Ob mit Sekt oder Bier im Büro angestoßen werden darf, entscheidet der Betrieb bzw. die bisherige Regel:

Gilt ein striktes Alkoholverbot, wird das auch während der WM-Sommertage nicht aufgehoben. Ein Verstoß kann sogar zu einer Kündigung führen.

Umgekehrt läuft es in Betrieben, in denen zu Festen traditionell zusammen angestoßen wird: Dann macht auch die WM keine Ausnahme. Ein gemeinsames Glas Sekt auf den Sieg der Lieblingsmannschaft ist hier also kein Problem – es sollte aber bei einer Runde bleiben.

6. Urlaub nehmen oder schwänzen?

Blaumachen ist eine ganz schlechte Idee! Besprecht lieber frühzeitig andere Möglichkeiten, um die Spiele nicht zu verpassen, anstatt das Vertrauen in euch aufs Spiel zu setzen.

Wenn Beschäftigte während einer Krankschreibung beim Public Viewing gesehen werden, muss das allerdings nicht direkt zur Kündigung führen. Die entscheidende Frage ist, ob das Fußballschauen die Genesung behindert.

Eine andere Option, damit ihr kein wichtiges Spiel verpasst: Urlaub an den Spieltagen beantragen. Arbeitgeber sind verpflichtet, eure Wünsche in die Urlaubsplanung einzubeziehen, auch wenn ihr keinen Anspruch auf WM-Urlaub habt.

Sollten alle Beschäftigten versuchen, zum Finalspiel einen freien Tag zu bekommen, kann der Arbeitgeber den Urlaubswunsch also auch zurückweisen. Wer daraufhin allerdings droht, einfach zu Hause zu bleiben, kann nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts fristlos entlassen werden.

Aber keine Angst: Nach einer aktuellen Umfrage freut sich die Mehrheit der Deutschen auf die Fußball-Weltmeisterschaft und will die Spiele live verfolgen. Dazu gehört sicher auch die eine oder der andere Vorgesetzte…

In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spaß in den nächsten Wochen!

Eure ver.di Jugend

30.05.2018

Mobbing in der Ausbildung

  • Junge, betrübte Frau, hinter ihr lästernde Kollegen

In Deutschland wurde 2015 jede vierte Ausbildung vorzeitig beendet. Mobbing spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Es gibt allerdings zahlreiche Interventionsmöglichkeiten, damit es bei Konflikten gar nicht so weit kommt. Ihr könnt gegen Mobbing vorgehen. Wehrt euch!

Nichts ist so wichtig für eine gute Ausbildung wie die kollegiale Unterstützung. Verkehrt sich diese ins Gegenteil und wird zur Schikane, scheint manchmal der Ausbildungsabbruch der einzige Ausweg zu sein.

Hast du das Gefühl, deine Kollegen und Kolleginnen wollen dich fertigmachen? Oder behandeln dich andere Ausbildende nicht korrekt? Wir erklären, was Mobbing genau ist und wie du dagegen aktiv werden kannst – auch als JAV.

Was genau ist Mobbing?
Der Begriff ist vom englischen „to mob“ entlehnt und meint „jemanden anpöbeln“. Arbeitsrechtlich bedeutet Mobbing, das Betroffene systematisch angefeindet, schikaniert oder diskriminiert werden. Und zwar vom Arbeitgeber, von Vorgesetzten oder auch von deinen Kolleginnen und Kollegen. Dabei wird Macht ausgespielt mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb oder Unternehmen hinauszuekeln.

Oft ist die Ursache von Mobbing ein unausgesprochener Konflikt. Dieser wird subtil ausgetragen, als scheinbar gut gemeinte Kritik, die jedoch versteckte Abwertungen beinhaltet. Aber auch die offene Verweigerung von Hilfestellung durch Kolleginnen und Kollegen ist Mobbing.

Bin ich zu empfindlich oder versucht jemand, mich fertigzumachen?
Wir alle sind in der Arbeit und im Privatleben in Beziehungen eingebunden, in denen Konflikte auftreten können. Diese auszutarieren ist eine dauerhafte Aufgabe.

Mobbing kann und darf dabei jedoch kein Mittel sein, um Machtpositionen durchzusetzen oder jemanden „auszuschalten“. Denn Betroffene leiden enorm und können großen Schaden davontragen.

Die medizinischen Folgen von Mobbing
Wenn du gemobbt wirst, reagiert dein Körper mit Angst- und Stresssymptomen. Das Wissen, sich am nächsten Tag neuen Angriffen aussetzen zu müssen, kann zu verschiedenen körperlichen Beschwerden führen, beispielsweise Kopf- und Magenschmerzen oder Übelkeit. Auch Rückenschmerzen können ein Anzeichen sein, dass jemandem eben nicht „der Rücken gestärkt“ wird.

Die Betroffenen selbst sehen psychische Beschwerden häufig nicht direkt im Zusammenhang mit erlittenen Schikanen. Wenn du aber Probleme hast, dich zu konzentrieren oder häufig unsicher bist, kann das daran liegen, dass du permanent angegriffen wirst.

Wird eine unerträgliche Situation von Opfern als ausweglos wahrgenommen, können sich sogar Depressionen und Antriebslosigkeit bis hin zu Gedanken an Selbstmord entwickeln. Wenn du betroffen bist, wende dich an deine JAV!

Gemobbt werden immer die anderen?
Niemand möchte gern als „schwaches Opfer“ von Mobbing dastehen und natürlich möchte auch niemand als fieser Mobber gelten. Aber Mobbing und das damit verbundene „unwohle Gefühl am Arbeitsplatz“ ist weit verbreitet.

Welche Handlungen gelten als Mobbing?
Wenn dich Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen nicht ausreden lassen oder auf deine Fragen nicht antworten, dann wirst du gemobbt. Auch unentwegte Kritik oder Kommentare zu deiner Arbeit oder deinem Privatleben sind ein Versuch, dich kleinzumachen. Extrem aggressive Akte von Mobbing sind schließlich Telefonterror, Drohungen oder Anschreien.

Vielleicht sieht deine Situation auch so aus: Bekommst du keine oder nur noch sinnlose Arbeitsaufgaben? Darfst du ohne zwingenden Grund keine Arbeiten machen, die deiner Qualifikation entsprechen? Werden dir Ausbildungsinhalte vorenthalten? Wirst du falsch beurteilt? Wirst du durch überfordernde Aufgaben als „dumm“ oder „unzuverlässig“ hingestellt? Wirst du obszön beschimpft oder sexuell belästigt? Wirst du lächerlich gemacht oder unterstellt dir jemand, psychisch labil zu sein?

Das Ziel ist in jedem Fall immer gleich: Betroffene sollen verunglimpft, ihr Selbstbewusstsein soll gebrochen werden. Dafür können beleidigende Kommentare zu persönlichen Einschränkungen, zur Nationalität oder auch zum Privatleben herhalten. Dagegen kannst und musst du dich wehren!

Was kannst du als Azubi tun?
Erkenntnis ist der erste Schritt zur Hilfe. Siehst du selbst die Situation klar, hast du vielleicht schon einen Ansatzpunkt, um sie zu verändern. Die Analyse kann dir helfen, dich weniger bedroht zu fühlen und bei Angriffen klarer zu kommunizieren.

Stell dir dazu folgende Fragen:

  • Warum verhält sich jemand dir gegenüber aggressiv?
  • Wo störst du mit deinem Verhalten vielleicht Interessen, Kompetenzbereiche oder Arbeitsperformance?
  • Kannst du einschätzen, ob du gemobbt wirst, weil sich jemand selbst verteidigen will oder ob jemand schlicht seine Macht an dir demonstrieren will?
  • Bist du persönlich mit den Angriffen gemeint oder geht es darum, dass du dich vielleicht besonders gut mit Chef, Chefin oder Vorgesetzten im Unternehmen verstehst?
  • Gibt es Konflikte auf persönlicher Ebene, die im Unternehmen ausgetragen werden?

Rein in die Offensive, raus aus der Opferhaltung!
Mobbing lässt in der Regel nicht aussitzen. Du solltest das Gespräch mit dem oder den Angreifenden suchen. Versuche dabei, sachlich zu bleiben und niemanden zu beleidigenden. Frag dein Gegenüber, warum es sich so verhält und zeig deine eigene Perspektive im Konflikt.

Manche Täterinnen und Täter lassen bereits von ihren Opfern ab, wenn sie so direkt konfrontiert werden. Denn sie merken in diesem Moment, dass das Opfer sich nicht in seine Rolle zwingen lässt und ihre Taten Konsequenzen haben kann.

Deine JAV kann dir bei der Vorbereitung dieses wichtigen Gesprächs helfen.

Einen Schritt voraus: das Mobbing-Tagebuch
Für den Fall, dass der Konflikt eskaliert, sind genaue Aufzeichnungen von Vorteil, die du ggf. beim Arbeitsgericht vorlegen kannst.

Deine Aufzeichnungen sollten dokumentieren:

  • Wer, wann, was, wie wo, warum: Beantworte diese Fragen möglichst genau und bei Aussagen wortwörtlich.
  • Notiere die Namen von Zeuginnen und Zeugen (z. B. deine ärztliche Praxis, Partnerin oder Partner, jemand aus deinem Betrieb oder deinem Freundeskreis), am besten gleich mit Anschrift.
  • Gibt es weitere Beweismittel? Auch Notizen, Briefe und E-Mails sagen viel aus.
  • Dokumentiere deine körperlichen, seelischen und sozialen Mobbing-Folgen.

Die JAV als Klimaschützer
Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten schützen. Und wer den eigenen Betrieb nicht so organisiert, dass niemandes Persönlichkeitsrechts durch Mobbing verletzt werden kann, muss nach §75 BetrVG dafür haften: „Alle im Betrieb arbeitenden Personen müssen nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandelt werden.“

Aber auch als JAV könnt ihr proaktiv gegen Mobbing vorgehen:

  • Schafft im Betrieb eine Anlaufstelle für Opfer.
  • Fordert von Täterinnen und Tätern, dass sie aufhören.
  • Schließt eine Betriebsvereinbarung gegen Mobbing ab und gestaltet einzelne Arbeitsverträge entsprechend mit.
  • Tretet dem Arbeitgeber bei Mobbing-Vorfällen auf die Füße und erinnert ihn an seine Pflichten.
  • Unterstützt Opfer ggf. beim Prozess vor dem Arbeitsgericht.
  • Fordert Schadenersatz wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten und gesundheitlichen Schäden.
  • Wendet euch an den Betriebs- oder Personalrat und pocht auf die Einhaltung von Anti-Mobbing-Vereinbarungen.
    Der Betriebs- bzw. Personalrat kann berechtigte Beschwerden weiterverfolgen (§§ 84, 85 BetrVG).
    Kommt es zu keiner Einigung, kann er die Einigungsstelle anrufen. Auch gegen den Willen des Arbeitgebers.
    Im Extremfall kann der Betriebs- oder Personalrat auch vom Arbeitgeber verlangen, dass betriebsstörende Beschäftigte entlassen werden (§104 BetrVG).

Und: Mobbing ist oft eine fehlgeleitete „Lösung“ von vorhandenen Konflikten. Wenn ihr also das Klima im Unternehmen oder Betrieb verbessert, tut ihr das Bestmögliche, damit es gar nicht erst zu Fällen von Mobbing kommt.

Größte Konfliktfreiheit ist garantiert, wenn ihr:

  • Fehler in der Arbeitsorganisation erkennt und dafür sorgt, dass sie behoben werden;
  • kontrolliert, ob Arbeitsaufgaben und einzelne Verantwortlichkeiten klar sind;
  • darauf pocht, dass Entscheidungen im Betrieb so transparent wie möglich getroffen werden;
  • an entsprechenden Schulungen teilnehmt (§37 Abs. 6 BetrVG): Es gehört zwar nicht zum Grundwissen von JAVen, aber betriebliche Konfliktlagen reichen aus, um Schulungen zum Thema Mobbing als notwendig durchzuführen (BAG v. 15.1.1997, AiB 1997, 410).

Unterstützung gegen Mobbing durch deine Gewerkschaft
Nicht immer reicht in einer Konflikt- oder Mobbingsituation eine arbeitsrechtliche Beratung aus. Vor allem, wenn du selbst betroffen bist und deshalb sehr gestresst bist.

Wenn du gemobbt wirst oder Betroffene kennst, dann bleib damit nicht allein, sondern nimm Kontakt mit deiner JAV auf! Mit unserer Beratung und im gemeinsamen Austausch erkennst du Vieles klarer und findest bessere Lösungen.

Wir können dir im persönlichen Gespräch helfen, deine Situation zu klären und entwickeln in einem weiteren Schritt gemeinsam mit dir Handlungsmöglichkeiten. Alle Informationen, die im Rahmen einer solchen Konfliktberatung von dir offengelegt werden, unterliegen selbstredend dem Gebot der Vertraulichkeit und Diskretion.

Und selbst wenn es bis zum Äußersten kommt: Als Mitglied von ver.di helfen wir dir auch, deinen Fall vor dem Arbeitsgericht auszutragen!

Deswegen lautet unser erster Tipp gegen Mobbing am Arbeits- oder Ausbildungsplatz: Komm vorbei und sprich mit uns!

Immer für dich da, deine ver.di Jugend

23.05.2018

Arbeiten in der Hitze

  • Glas mit eiskaltem Wasser, Aufdruck: Che Guevara / ver.di Jugend Logo

Coole Tipps für kühle Köpfe

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad arbeiten zu müssen, kann ganz schön herausfordernd sein. Hitzefrei wie in der Schule gibt’s nicht. Was tun? Für kühle Köpfe präsentiert ver.di Jugend hier einige erfrischende Tipps.

Bei so extremer Hitze reagiert der Körper mit erhöhter Schweißproduktion (was den Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen bedeutet) und sinkendem Blutdruck. Die Folgen: Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel. Deshalb verweist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aktuell auf die Leitlinien aus dem Arbeitsschutzgesetz. Besonders Menschen, die im Freien arbeiten, müssen vor direkter Sonne geschützt werden.

Maßnahmen, die der Arbeitgeber ergreifen kann:

  • Sonnensegel aufspannen
  • Schutzkleidung bereitstellen
  • Sonnencreme zur Verfügung stellen
  • Ausreichend kostenlose Getränke bereithalten

Wenn das Thermometer über 30 Grad klettert, sollten Arbeitgeber die Arbeitszeiten flexibler gestalten. Gemeinsam mit dem Betriebs- bzw. Personalrat kann eine Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung zur Sommergleitzeit abgeschlossen werden. Wichtig: Genügend und längere Pausen als sonst! Mittagspausen müssen bei Hitze länger als eine halbe Stunde dauern.

Sofortmaßnahmen: Jalousien und Markisen
Auch in geschlossenen Räumen macht die Hitze zu schaffen. Arbeitnehmer_innen haben zwar nach wie vor keinen rechtlichen Anspruch auf ein klimatisiertes Büro. Doch laut Arbeitsstättenregel müssen Arbeitgeber ihren schwitzenden Beschäftigten schon ab einer Raumtemperatur von 26 Grad Linderung verschaffen – beispielsweise mit geeignetem Sonnenschutz wie Jalousien oder Markisen.

Wenn es über 30 Grad werden sollten, empfiehlt sich kräftiges Durchlüften schon am Morgen – beispielsweise durch den oder die Hausmeister_in – damit die Beschäftigten bei Dienstantritt nicht von einer Hitzewand erschlagen werden. Auch in Büros tun Chefinnen und Chefs gut daran, ihren Angestellten zusätzliche Getränke bereitzustellen, im Zweifel auch die Bekleidungsregelungen zu lockern sowie für Gleitzeitregelungen und ausreichende Pausen zu sorgen. Oder mal ein Eis auszugeben.

Auch wenn jetzt schon der Schweiß rinnt: Ein Mindestmaß an Bewegung ist wichtig, um den Kreislauf in Gang zu halten und die Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten. Das können schon ein paar simple, wenig anstrengende Dehnübungen sein.

Cooler Tipp: Kaltes Wasser über die Handgelenke und Arme laufen lassen oder sich zwischendurch damit Gesicht und Nacken erfrischen.

Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen
In vielen Büros bereiten den Beschäftigten auch zu kalte Klimaanlagen Beschwerden. Gerade, wenn man verschwitzt von draußen reinkommt, kann das zu Erkältungen führen. Klimaanlagen sollten generell nicht unter 20 Grad eingestellt sein – eine leicht höhere Temperatur ist besser. Da das Immunsystem durch große Temperaturwechsel stark belastet wird, sollten zwischen der Außen- und Innentemperatur nur einige wenige Grad Unterschied bestehen.

Eine gute Alternative zur Klimaanlage sind Ventilatoren. Ebenfalls klug: Elektrische Geräte, Lampen, Drucker und Kopierer nur bei Bedarf in Betrieb nehmen, um die Raumtemperatur nicht zusätzlich anzuheizen.

Gemeinsam gegen die Hitze
Wenn der Arbeitgeber nicht für Linderung sorgt, dann ist ein Gang zur betrieblichen Interessenvertretung ratsam. Am besten mit JAV und Betriebs- bzw. Personalrat mögliche Maßnahmen überlegen und diese dann zusammen mit dem Arbeitgeber abstimmen.

Zwar liegt es im Ermessen des Arbeitgebers, welche Vorkehrungen er für eine erträgliche Raumtemperatur trifft. Er ist allerdings verpflichtet, so schnell wie möglich zu reagieren. Tut er das nicht, gilt das "Zurückbehaltungsrecht": Dann dürfen Beschäftigte zu Hause bleiben.

17.05.2018

Ohne Abi zur Uni? Klaro geht das!

  • Auszubildende überlegt.

Viele Wege führen zur Uni

Ausbildung geschafft?! Warum nicht noch was draufsetzen – wie wär’s mit einem Studium? Ja, das geht auch ohne Abitur! Dazu gibt es beispielsweise von der Hans-Böckler-Stiftung ein spezielles Förderprogramm nach der Ausbildung. In bestimmten Fällen könnt ihr sogar ohne abgeschlossene Berufsausbildung ein Studium starten. Wir haben euch passende Infos zusammengetragen.

Mit einem Studium eröffnen sich vielfältige Karrierechancen. Insofern nützt es all jenen, die beruflich höher hinaus wollen bzw. später eher selbstbestimmt arbeiten möchten. Zugang zum Studiensystem gibt es allerdings in Deutschland grundsätzlich nur mit Abitur – eigentlich.

Bei genauerer Betrachtung könnt ihr durchaus auch ohne Hochschulreife studieren. Für alle mit abgeschlossener Berufsausbildung gibt es zum Beispiel spezielle gewerkschaftliche Unterstützung.

Förderprogramm der Hans-Böckler-Stiftung
Die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Beruflich Qualifizierten aus dem Gesundheits- und dem gewerblich-technischen Bereich erleichtert die HBS den Weg vom Beruf ins Studium – auch ohne Abitur.

Dazu bietet die Stiftung vorbereitende Seminarangebote und Vorbereitungskurse an der Universität, die exakt auf eure Bedürfnisse zugeschnitten sind. Obendrauf gibt es ab drei Monate vor Studienbeginn ein Stipendium und Unterstützung beim Lernen bis ins dritte Semester.

Das neue Förderprogramm ist auf neun Vollzeit-Studiengänge der Gesundheits- und Ingenieurwissenschaften ausgerichtet und euer maßgeschneiderter Weg ins Studium! Alle Studiengänge werden mit dem "Bachelor of Science" abgeschlossen.

Mehr Details zu diesem Förderprogramm findet ihr auf der HBS-Website – gleich mal vorbeisurfen!

Support von deiner Gewerkschaft
Die HBS bietet übrigens noch weitere Stipendien und Studienförderungen. Bei der Vergabe von Stipendien gibt es außerdem ein Verfahren für Gewerkschaftsmitglieder, die sich gewerkschaftlich oder gesellschaftspolitisch engagieren.

Und auch für alle Fragen und Hürden, die sich während des Studiums auftun, gibt es gewerkschaftliche Unterstützung. Je nach Thematik stehen euch verschiedene gewerkschaftliche Anlaufstellen mit Rat und Tat zur Seite.

Studentische Interessen kommuniziert und koordiniert in ver.di die AG Studierende. Diese bundesweite Arbeitsgemeinschaft besteht aus Schüler_innen, Studierenden und Promovierenden aus ganz Deutschland.

Und wer sich für Studiengänge zur Gewerkschaftsarbeit interessiert, surft am besten auf unser Service-Portal ausbildung.info.

Weitere Wege zur Hochschule
Alternative Wege ins Studium führen zum Beispiel über:

Für die zuletzt genannte Variante – denn sogenannten dritten Bildungsweg – eignen sich besonders auch duale Studiengänge und entsprechende Angebote von Fachhochschulen.

Weitere wichtige Details zur Hochschulzulassung ohne Abitur und zum dritten Bildungsweg findet ihr natürlich auch auf unserem Info-Portal rund um Ausbildung und Studium.

Last but not least
Bevor ihr euch für ein Studium entscheidet, solltet ihr euch über zwei weitere grundlegende Aspekte Gedanken machen:

  • Die Qual der Wahl

Natürlich sollte euch das Studienfach auf den Beruf vorbereiten, den ihr später ausüben wollt. Doch so genaue Vorstellungen haben nicht alle. Die grundsätzlichen Fragen nach den eigenen Interessen und Fähigkeiten können eine gute Hilfe sein.

Beim weiteren Entscheidungsprozess für ein Studienfach hilft euch ebenfalls unser Info-Portal.

  • Ohne Moos nix los

Stipendien oder Förderprogramme wie das der HBS sind eine gute Option, um finanziell über die Runden zu kommen. Ansonsten muss klassischerweise ein Studentenjob oder vielleicht BaföG bzw. ein staatlicher Bildungskredit her.

Weitere Links und Infos zu den Themen Studienkredite und Stipendien gibt es auch auf unserem Info-Portal.

Wir wünschen euch einen reibungslosen Start und ein erfolgreiches Studium!

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